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Verbraucherzentrale NRW warnt vor günstigen Klimageräten

VZ NRW/adpic

Preiswerte Klimageräte halten ihre Werbeversprechen laut Verbraucherzentrale NRW oft nicht ein. Die Verbraucherschützer geben fünf Tipps zu Auswahl, Technik und Anbieterprüfung. Auch vor Fakeshops und Wundertechnologien wird gewarnt.

An heißen Tagen locken zahlreiche Angebote für Klimageräte mit günstigen Preisen und schneller Abkühlung. „Wir beobachten zunehmend Angebote, die zum spontanen Kauf verleiten, ihre Werbeversprechen in der Praxis jedoch kaum einhalten können“, sagt Ingo Wagner, Energieexperte der Verbraucherzentrale NRW. Worauf beim Kauf zu achten ist, hat die Verbraucherzentrale in fünf Tipps zusammengefasst.

Mini-Geräte kühlen keinen ganzen Raum

Verbraucherinnen und Verbraucher sollten vorab klären, wofür das Gerät angeschafft werden soll. Für einen ganzen Raum benötigt das Gerät mindestens 60 Watt Kühlleistung pro Quadratmeter. Geht es nur darum, einer Person direkt am Arbeitsplatz Abkühlung zu verschaffen, ist oft ein Ventilator die bessere Wahl. Er besitzt zwar keine Kühlleistung, die bewegte Luft verschafft aber Abkühlung.

Wärme verschwindet nicht einfach

Wichtig ist die eingesetzte Technik. Eine Wundertechnologie, die Wärme einfach verschwinden lässt, gibt es nicht. Grundsätzlich stehen zwei technische Möglichkeiten zur Verfügung: Entweder entzieht das Gerät der Raumluft Wärme und gibt sie außerhalb des Gebäudes wieder ab (Prinzip Klimaanlage), oder es vernebelt Wasser, das der Raumluft Wärme entzieht (Prinzip Luftbefeuchter).

Bei Klimaanlagen muss die entzogene Wärme mit einem Schlauch (Monoblock) oder einem separaten Anlagenteil (Split-Unit) nach außen transportiert werden. Andernfalls bleibt die Wärme im Raum und der Kühleffekt liegt bei null.

Luftbefeuchter erfordern regelmäßige Reinigung

Bei Luftbefeuchtern gelten die Warnhinweise und Reinigungsanforderungen der Hersteller. Manche Gerätehersteller empfehlen einen wöchentlichen Wassertausch und die Reinigung mit Essig oder Zitronensäure. Andernfalls können sich Bakterien wie Legionellen vermehren und die Gesundheit gefährden.

Produkt und Anbieter prüfen

Fehlen technische Angaben wie die elektrische Leistung oder ist die Produktbeschreibung unverständlich, sollten Verbraucherinnen und Verbraucher auf eine Bestellung verzichten. Ein deutscher Firmenname mit einer „.de“-Adresse kann ein Indiz für Seriosität sein, garantiert diese aber nicht. Ein Blick in Impressum und Allgemeine Geschäftsbedingungen ist ratsam.

Hinter vielen vermeintlich in Deutschland ansässigen Onlineshops verbergen sich Unternehmen mit Adressen im außereuropäischen Ausland, oft in Fernost. Die Ware ist häufig von schlechter Qualität und entspricht nicht den europäischen Sicherheitsvorschriften. Gerade bei technischen Geräten drohen Gefahren. Die Durchsetzung eigener Rechte gestaltet sich bei Shops mit Standort in Fernost zudem schwierig.

Fakeshops erkennen

Ob es sich um einen Fakeshop handelt, lässt sich mit dem Fakeshopfinder der Verbraucherzentrale prüfen. Eine Liste mit gemeldeten Anbietern, die über ihre Herkunft täuschen, stellt die Verbraucherzentrale Hamburg bereit. ■
Quelle: Verbraucherzentrale NRW / oja

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