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Wärmepumpe sa­niert 300 Jah­re al­tes Wohn- und Ge­schäfts­haus

Moderne Heiztechnik im denkmalgeschützten Gebäude: Bei der energetischen Sanierung konnte die alte Ölheizung durch eine monovalente Wärmepumpenanlage ersetzt werden.

Remeha

Moderne Heiztechnik im denkmalgeschützten Gebäude: Bei der energetischen Sanierung konnte die alte Ölheizung durch eine monovalente Wärmepumpenanlage ersetzt werden.

Die van Paridon GmbH aus Goch stand in Kerken vor einer besonderen Aufgabe: die energetische Sanierung eines Wohn- und Geschäftshauses aus dem Jahr 1715. Das Objekt, das eine Heizlast von rund 30 kW aufweist, war mit einem Wärmeverteilnetz ausgestattet, das überwiegend aus klassischen Radiatoren bestand. Ziel war es, geringen Sanierungsaufwand mit hohem Wärmekomfort zu verbinden.

Herausforderung: Historische Bausubstanz effizient beheizen

Gebäude aus dem 18. Jahrhundert stellen spezifische Anforderungen an moderne Heizlösungen. Die oft geringe Dämmung und bestehende Heizsysteme, die für hohe Vorlauftemperaturen ausgelegt sind, erschweren den Übergang zu erneuerbaren Energien. Im vorliegenden Projekt sollte die vorhandene Heizkörperinfrastruktur erhalten bleiben, um Eingriffe in die historische Bausubstanz zu minimieren. Eine Wärmepumpe musste daher hohe Vorlauftemperaturen effizient bereitstellen und die erforderliche Heizleistung sicherstellen können. Die alte Ölheizung war durch ein zukunftsfähiges, fossilfreies System zu ersetzen.

Video zum Referenzprojekt:

Die Lösung: Hochtemperatur-Wärmepumpe Remeha Effenca HT

Für diese Aufgabe kam eine Remeha Effenca HT Monoblock-Wärmepumpe zum Einsatz. Dieses Modell ist darauf ausgelegt, Vorlauftemperaturen von bis zu 80 °C zu liefern. Damit eignet sie sich auch für Gebäude mit geringer Dämmung und bestehenden Heizkörpern. Die 30-kW-Ausführung der Effenca HT arbeitet mit einem breiten Modulationsbereich von 7 bis 37,3 kW, was zu einer hohen Effizienz führt. Sie weist einen COP (Coefficient of Performance) von 4,6 bei A7/W35 auf. Durch den Einsatz dieser Wärmepumpe konnte das vorhandene Wärmeverteilsystem beibehalten werden, was den Sanierungsaufwand reduzierte und den Charakter des historischen Gebäudes bewahrte.

Moderne Heiztechnik im denkmalgeschützten Gebäude: Bei der energetischen Sanierung konnte die alte Ölheizung durch eine monovalente Wärmepumpenanlage ersetzt werden.

Remeha

Moderne Heiztechnik im denkmalgeschützten Gebäude: Bei der energetischen Sanierung konnte die alte Ölheizung durch eine monovalente Wärmepumpenanlage ersetzt werden.

Technische Umsetzung und Integration

Die Außeneinheit der Effenca HT misst 1806 mm in der Höhe, 1881 mm in der Breite und 672 mm in der Tiefe bei einem Gewicht von 364 kg. Da die Wärmepumpe das Kältemittel R290 verwendet, wurde die Außeneinheit unter Einhaltung der erforderlichen Schutzabstände zu Haus und Nachbargrundstücken aufgestellt. Eine Holzeinhausung dient der Dämpfung des Betriebsgeräuschs von 63-66 dB(A) und schützt die Anlage zusätzlich vor Witterungseinflüssen sowie Vandalismus. Ein Teil des benötigten Betriebsstroms wird über eine Photovoltaikanlage auf dem Hausdach erzeugt. Zur Systemintegration wurde ein 150-Liter-Pufferspeicher angebunden. Die Regelung der Anlage übernimmt der HP-Controller Ace MB. Die Trinkwarmwasserbereitung erfolgt separat über Durchlauferhitzer.

Moderne Heiztechnik im denkmalgeschützten Gebäude: Bei der energetischen Sanierung konnte die alte Ölheizung durch eine monovalente Wärmepumpenanlage ersetzt werden.

Remeha

Moderne Heiztechnik im denkmalgeschützten Gebäude: Bei der energetischen Sanierung konnte die alte Ölheizung durch eine monovalente Wärmepumpenanlage ersetzt werden.

Erfolgreiche Sanierung und Ausblick

Der Austausch der alten Ölheizung erfolgte planmäßig und ohne Komplikationen. Insgesamt werden nun 385 m² Wohn- und Gewerbefläche des Gebäudes zuverlässig mit fossilfrei erzeugter Wärme versorgt. Nach der ersten Heizperiode über den Winter zog Gregor Hövelmann, Geschäftsführer von van Paridon, ein positives Fazit: Die Leistung von 30 kW reicht für das Objekt aus, und der Verbrauch war gering. Das Projekt in Kerken dient der van Paridon GmbH als wichtiges Referenzobjekt, das die Anwendbarkeit von Wärmepumpensystemen im Gebäudebestand, insbesondere in historischen Bauten, demonstriert. Es zeigt, dass eine energetische Sanierung mit Wärmepumpen auch unter anspruchsvollen Bedingungen realisierbar ist. ■
Quelle: Remeha / fl 

Schön und sicher: Die Außeneinheit wurde hier in einer Schutzeinhausung aus Naturholz untergebracht.

Remeha

Schön und sicher: Die Außeneinheit wurde hier in einer Schutzeinhausung aus Naturholz untergebracht.


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