{"id":25170,"date":"2025-03-24T08:35:48","date_gmt":"2025-03-24T07:35:48","guid":{"rendered":"https:\/\/verdaenergy.de\/energieberatertag-2025-beim-thema-waermewende-ging-es-heiss-her\/"},"modified":"2025-03-24T08:35:48","modified_gmt":"2025-03-24T07:35:48","slug":"energieberatertag-2025-beim-thema-waermewende-ging-es-heiss-her","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/verdaenergy.de\/en\/energieberatertag-2025-beim-thema-waermewende-ging-es-heiss-her\/","title":{"rendered":"Energieberatertag 2025: Beim Thema W\u00e4rmewende ging es hei\u00df her"},"content":{"rendered":"<div>\n<p class=\"aurora-text aurora-body\" doc-editable=\"text\" data-component-id=\"doc-1dn5d8f210\">Die zentralen Themen dieses Jahr waren die praktische Umsetzung der W\u00e4rmewende und der Wunsch nach verl\u00e4sslichen Rahmenbedingungen und F\u00f6rderungen. Neben Fachvortr\u00e4gen der Branchenverb\u00e4nde stand eine abschlie\u00dfende Podiumsdiskussion auf dem Programm. Nach den jeweiligen Beitr\u00e4gen stellten die Zuh\u00f6rer Fragen. Das mitt\u00e4gliche Get-Together bot Raum f\u00fcr Gespr\u00e4che. Klaus Lambrecht von <a href=\"https:\/\/www.solaroffice.de\/home\/\">Econsult<\/a> moderierte die Tagung, Joachim Berner, Chefredakteur des<a href=\"https:\/\/www.geb-info.de\/\"> Geb\u00e4ude-Energieberaters<\/a> (GEB) \u00fcbernahm die Co-Moderation der Podiumsdiskussion.<span style=\"white-space: pre;\"> <\/span><\/p>\n<h2 class=\"aurora-text aurora-crosshead\" doc-editable=\"text\" data-component-id=\"doc-1imsk90ub0\">Erneuerbare oder Effizienz?<\/h2>\n<p class=\"aurora-text aurora-body\" doc-editable=\"text\" data-component-id=\"doc-1imsk7b990\">Professor Martin Pehnt vom Institut f\u00fcr Energie- und Umweltforschung stellte in seinem Vortrag \u00fcber Nullemissionsgeb\u00e4ude die Anforderungen der EU-Geb\u00e4uderichtlinie (EPBD) vor, nach denen alle neuen Geb\u00e4ude ab 2030 Nullemissionsgeb\u00e4ude sein m\u00fcssen. Er betonte, dass der Geb\u00e4udesektor die Klimaziele bis 2030 nicht erreichen werde und die Sanierung der Heizungssysteme weiter sinke. Bez\u00fcglich des EPBD seien ein Verbot von CO2-Emissionen aus fossilen Brennstoffen am Standort und die Anforderung sehr hoher Gesamtenergieeffizienz (Gesamtprim\u00e4renergie) als Strategien besonders wichtig. Das ist ein neuer Punkt: demnach w\u00fcrden Erneuerbare und Nicht-Erneuerbare Energien gleicherma\u00dfen ber\u00fccksichtigt. Zuvor wurden Effizienz und <a href=\"https:\/\/www.geb-info.de\/erneuerbare-energien\">Erneuerbare Energien<\/a> h\u00e4ufig gegeneinander ausgespielt. Pehnt appellierte: &#8222;Effizienz, Suffizienz und Erneuerbare m\u00fcssen zusammengehen.&#8220; Ab 2030 sollen 16 Prozent, ab 2033 26 Prozent der schlechtesten Nichtwohngeb\u00e4ude saniert werden. Um die notwendigen Sanierungen zu finanzieren, m\u00fcsse die F\u00f6rderung sozial flankiert sein und Einzelma\u00dfnahmen st\u00e4rker ber\u00fccksichtigt werden. Es brauche individuelle L\u00f6sungen und Kommunikation: \u201eWir m\u00fcssen die Leute an die Hand nehmen und Verunsicherungen beseitigen\u201c.<\/p>\n<h2 class=\"aurora-text aurora-crosshead\" doc-editable=\"text\" data-component-id=\"doc-1imsk964o0\">Energiegesetz weitergedacht<\/h2>\n<p class=\"aurora-text aurora-body\" doc-editable=\"text\" data-component-id=\"doc-1imsk7b9t0\">Andrea Vilz vom Bundesinstitut f\u00fcr Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) kn\u00fcpfte thematisch daran an. Sie stellte die aktuelle Geb\u00e4udestrategie des Bundes vor, die sektor\u00fcbergreifenden Klimaschutz, kreislaufgerechtes Bauen und gesellschaftliche Aspekte einbezieht. Wichtig seien Mindesteffizienzanforderungen (MEPS) sowie Konzepte zur Identifizierung und Sanierung der schlechtesten 16 beziehungsweise 26 Prozent Nichtwohngeb\u00e4ude und der 43 Prozent der Wohngeb\u00e4ude. Abschlie\u00dfend verwies sie auf eine <a href=\"https:\/\/www.bbsr.bund.de\/BBSR\/DE\/forschung\/programme\/zb\/Auftragsforschung\/jahr\/2023\/waermeschutz-wieviel\/01-start.html\">BSSR-W\u00e4rmeschutz-Studie<\/a> und das <a href=\"https:\/\/www.bbsr-geg.bund.de\/GEGPortal\/DE\/Home\/einleitung_infoportal\/einleitung-node.html;jsessionid=7053F8279599057AC37EF9D0637DAC8B.live21301\">Infoportal <\/a>mit weiterf\u00fchrenden Informationen.<\/p>\n<p class=\"aurora-text aurora-body\" doc-editable=\"text\" data-component-id=\"doc-1imsk7ba70\">Dirk Markfort von der KfW pr\u00e4sentierte ern\u00fcchternde Zahlen zur Effizienz von Wohn- und Nichtwohngeb\u00e4uden. Er stellte den <a href=\"https:\/\/www.kfw.de\/inlandsfoerderung\/Privatpersonen\/Bestehende-Immobilie\/Sanierungsrechner\/index.html?wt_mc=166575064022_718211062746&amp;wt_kw=e_166575064022_kfw%20sanierungsrechner&amp;wt_cc1=wohnen&amp;wt_cc3=166575064022_kwd-375387318452_718211062746&amp;gad_source=1\">KfW-Sanierungsrechner<\/a> vor, der Hauseigent\u00fcmern eine erste Einsch\u00e4tzung \u00fcber Einsparpotenziale und Kosten erm\u00f6glichen soll. W\u00e4hrend die W\u00e4rmepumpe in Skandinavien und dem Baltikum weit verbreitet sei, hinke Deutschland hinterher. Das liege an den fehlenden finanziellen Mitteln. KfW- Researchergebnisse zeigten, dass sich f\u00fcr viele der Befragten aus deren Sicht eine Investition in eine W\u00e4rmepumpe nicht lohne oder finanziell nicht machbar sei. Markfort betonte die soziale Schieflage bei der F\u00f6rderung, da dreiviertel der Antragstellenden \u00fcber der Grenze f\u00fcr den Einkommensbonus l\u00e4gen.<span style=\"white-space: pre;\"> <\/span><\/p>\n<h2 class=\"aurora-text aurora-crosshead\" doc-editable=\"text\" data-component-id=\"doc-1imskaavj0\">Das verspricht ein neuer Studiengang<\/h2>\n<p class=\"aurora-text aurora-body\" doc-editable=\"text\" data-component-id=\"doc-1imsk9pat0\">Professor Bastian Kaiser von der Hochschule f\u00fcr Forstwirtschaft Rottenburg (<a href=\"https:\/\/www.studycheck.de\/hochschulen\/hfr\">HFR<\/a>) und Udo Voigt vom Bundesverband des Schornsteinfegerhandwerks (<a href=\"https:\/\/www.schornsteinfeger.de\/der-verband.aspx\">ZIV<\/a>) stellten ein neues Bildungsformat vor. Schornsteinfeger spielen eine wichtige Rolle in der Energiewende, weshalb ein Studiengang f\u00fcr Erneuerbare Energien eingef\u00fchrt wurde, der die Energieberatung und die Bevollm\u00e4chtigung zum Bezirksschornsteinfeger kombiniert. Voigt sieht darin gro\u00dfes Potenzial, da der Schornsteinfeger einen direkten Zugang zu Kunden habe und ein hohes Vertrauen genie\u00dfe.<\/p>\n<figure class=\"aurora-image _right _fit-frame-height-to-content\" data-tap-fullscreen=\"\" data-component-id=\"doc-1imskear60\">\n <img decoding=\"async\" class=\"aurora-doc-image\" alt=\"Jutta Betz, Vorstand des DEN fordert ein gesch\u00fctztes Berufsbild f\u00fcr Energieberaterinnen und Energieberater.\" src=\"\/sites\/default\/files\/styles\/aurora_default\/public\/aurora\/2025\/03\/434001.jpeg?itok=olQutJ3q\"\/><\/p>\n<p class=\"credit\" doc-editable=\"credit\">Alisia Romeo<\/p><figcaption doc-editable=\"caption\">Jutta Betz, Vorstand des DEN fordert ein gesch\u00fctztes Berufsbild f\u00fcr Energieberaterinnen und Energieberater.<\/figcaption><\/figure>\n<h2 class=\"aurora-text aurora-crosshead\" doc-editable=\"text\" data-component-id=\"doc-1imsk9vrp0\">Das waren die Themen der Podiumsdiskussion<\/h2>\n<p class=\"aurora-text aurora-body\" doc-editable=\"text\" data-component-id=\"doc-1imsk9pbf0\">In der abschlie\u00dfenden Podiumsdiskussion wurde er\u00f6rtert, wie die W\u00e4rmewende gemeinsam gelingen kann. Stefan Bolln, Geb\u00e4udeenergieberater Ingenieure Handwerker Bundesverband (<a href=\"https:\/\/www.gih.de\/\">GIH<\/a>) betonte die Bedeutung von Weiterbildungen: &#8222;Wir d\u00fcrfen nicht aufgeben. Das bedeutet, dass man sich weiterbilden muss. Die Energiewende ist keine Frage der Technik, sondern eine Frage der K\u00f6pfe.\u201c Stefan Menrath, Zentralverband Sanit\u00e4r Heizung Klima (<a href=\"https:\/\/www.zvshk.de\/\">ZVSHK<\/a>) forderte eine praxistaugliche und verst\u00e4ndliche Gestaltung des Geb\u00e4udeenergiegesetzes (GEG) und pl\u00e4dierte f\u00fcr eine Stabilisierung der F\u00f6rderlandschaft. Letzteres forderte auch Jutta Betz, Vorstand des Deutschen Energieberater-Netzwerks (<a href=\"https:\/\/deutsches-energieberaternetzwerk.de\/\">DEN<\/a>). Sie setzte sich in der Podiumsdiskussion zudem f\u00fcr ein gesch\u00fctztes Berufsbild des Energieberaters ein. Julian Schwark (<a href=\"https:\/\/www.schornsteinfeger.de\/der-verband.aspx\">ZIV<\/a>) kritisierte die negative Wahrnehmung der Energiewende: &#8222;Der B\u00fcrger muss wieder das Gef\u00fchl kriegen, er hat etwas getan.&#8220; Individuelle Sanierungsfahrpl\u00e4ne (iSFP), die ohne Vorortbesuch und ausschlie\u00dflich online erstellt w\u00fcrden, seien kontraproduktiv. Energieberatung sei vor allem eine Sache der zwischenmenschlichen Kommunikation, die nicht durch K\u00fcnstliche Intelligenz oder Online-Angebote ersetzt werden k\u00f6nne.<\/p>\n<p class=\"aurora-text aurora-body\" doc-editable=\"text\" data-component-id=\"doc-1imsk9pbp0\">Zum Abschluss appellierte Klaus Lambrecht an den Zusammenhalt in der Branche. Neben dem Austausch mit Kunden sei auch der Austausch untereinander essenziell. Nur so k\u00f6nne die W\u00e4rmewende gelingen. Quelle: <i>ar<span style=\"white-space: pre;\"> <\/span><\/i><\/p>\n<p class=\"aurora-text aurora-body\" doc-editable=\"text\" data-component-id=\"doc-1imsk7bag0\">\u00a0<\/p>\n<\/div>\n<p><a href=\"https:\/\/www.geb-info.de\/energieberatung\/energieberatertag-2025-beim-thema-waermewende-ging-es-heiss-her\">source<\/a><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die zentralen Themen dieses Jahr waren die praktische Umsetzung der W\u00e4rmewende und der Wunsch nach verl\u00e4sslichen Rahmenbedingungen und F\u00f6rderungen. 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