{"id":27195,"date":"2025-10-05T06:37:16","date_gmt":"2025-10-05T05:37:16","guid":{"rendered":"https:\/\/verdaenergy.de\/vom-reststoff-zum-rohstoff-spanplatten-aus-100-prozent-altholz\/"},"modified":"2025-10-05T06:37:16","modified_gmt":"2025-10-05T05:37:16","slug":"vom-reststoff-zum-rohstoff-spanplatten-aus-100-prozent-altholz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/verdaenergy.de\/en\/vom-reststoff-zum-rohstoff-spanplatten-aus-100-prozent-altholz\/","title":{"rendered":"Vom Reststoff zum Rohstoff: Spanplatten aus 100 Prozent Altholz"},"content":{"rendered":"<div>\n<p class=\"aurora-text aurora-body\" doc-editable=\"text\" data-component-id=\"doc-1dn5d8f210\">Spanplatten sind heute aus der <a href=\"https:\/\/www.geb-info.de\/bautechnik\">Baubranche<\/a> und dem M\u00f6belbau kaum mehr wegzudenken. Sie bieten eine hohe Formstabilit\u00e4t, effiziente Verarbeitung und gute Materialausnutzung. Doch bislang endete ihr Lebenszyklus meist mit der Verbrennung. Das Fraunhofer-Institut f\u00fcr Angewandte Polymerforschung IAP (Fraunhofer IAP) hat nun ein chemisches Recyclingverfahren entwickelt, mit dem sich Holzspanwerkstoffe zu 100 Prozent wiederverwerten lassen \u2013 ohne den Zusatz neuer Sp\u00e4ne oder Klebstoffe.<\/p>\n<h2 class=\"aurora-text aurora-crosshead\" doc-editable=\"text\" data-component-id=\"doc-1j6e707kq0\"><b>Chemisches Recycling in der Praxis: Vom alten Schrank zur neuen Platte<\/b><\/h2>\n<p class=\"aurora-text aurora-body\" doc-editable=\"text\" data-component-id=\"doc-1j6e6uuj20\">Im Projekt \u201eRecycling von Spanholzwerkstoffen (ReSpan)\u201c wurde ein vollst\u00e4ndig stoffliches Verwertungskonzept f\u00fcr Holzwerkstoffe erprobt. \u201eWir nehmen Holz gebrauchter M\u00f6bel oder Bauteile, das zerkleinert wurde, behandeln es in einem neuartigen Prozess mit einem eigens entwickelten Recyclingagenz und pressen daraus neue, formstabile Platten\u201c, erl\u00e4utert Dr. Mathias K\u00f6hler vom Fraunhofer IAP, der das Projekt koordiniert. \u201eDas Besondere: Der urspr\u00fcnglich eingesetzte Harz-Klebstoff wird dabei teilweise gel\u00f6st und durch das Agenz gezielt reaktiviert. Das Recyclingagenz l\u00e4sst sich zu etwa 95 Prozent zur\u00fcckgewinnen und kann mehrfach eingesetzt werden, ohne an Wirksamkeit zu verlieren\u201c, so K\u00f6hler. Dieser chemische Prozess wurde am Fraunhofer IAP im Synthesetechnikum des Fraunhofer-Pilotanlagenzentrums f\u00fcr Polymersynthese und -verarbeitung PAZ bereits erfolgreich in den so genannten \u201eTechnikumsma\u00dfstab\u201c \u00fcbertragen. Es werde also kein Mengen wie in der Industrie gefertigt, aber doch gr\u00f6\u00dfere als im Labor \u00fcblicherweise machbar. Die gewonnene Recyclingmasse verarbeiteten die Forschenden im Anschluss zu Spanplatten. Dieser Schritt kann auf herk\u00f6mmlichen Anlagen erfolgen.<span style=\"white-space: pre;\"> <\/span><\/p>\n<h2 class=\"aurora-text aurora-crosshead\" doc-editable=\"text\" data-component-id=\"doc-1j6e70c700\"><b>Kreislauff\u00e4hig, emissionsarm, praxistauglich \u2013 Unterst\u00fctzung f\u00fcr die Industrie<\/b><\/h2>\n<p class=\"aurora-text aurora-body\" doc-editable=\"text\" data-component-id=\"doc-1j6e6uujm0\">Der Druck auf die Branche w\u00e4chst: Baustoffe und M\u00f6bel sollen k\u00fcnftig nicht nur langlebig, sondern auch wiederverwertbar sein. Gleichzeitig steigen die regulatorischen Anforderungen an Emissionen und Sicherheit. Das Fraunhofer IAP unterst\u00fctzt daher gezielt bei der Entwicklung kreislauff\u00e4higer Produkte: \u201eNeben der Entwicklung von Materialien und Harzen sowie der Optimierung der Materialeigenschaften unterst\u00fctzen wir Unternehmen auch bei der Einhaltung regulatorischer Anforderungen \u2013 etwa im Hinblick auf geringe Ausgasung, die Verbesserung der Brandeigenschaften oder die mechanische Belastbarkeit, wie sie etwa bei Bauanwendungen notwendig ist\u201c, so K\u00f6hler. \u201eWas bislang als Reststoff galt, kann k\u00fcnftig wertvoller Rohstoff f\u00fcr die industrielle Weiterverarbeitung sein \u2013 und das ganz ohne Neumaterial\u201c, fasst K\u00f6hler zusammen. Dr.-Ing. Andreas Sch\u00fctte, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR), erg\u00e4nzt: \u201eWenn es gelingt, Altholz stofflich im Kreislauf zu halten, kann der Bedarf an Frischholz deutlich gesenkt und ein echter Beitrag zur Ressourcenschonung geleistet werden. Das Projekt zeigt, wie sich solche Materialkreisl\u00e4ufe im Bausektor etablieren lassen \u2013 ein Ziel, das wir mit der Holzbauinitiative und Kreislaufstrategie des BMLEH konsequent verfolgen.\u201c Quelle:\u00a0<a href=\"https:\/\/www.fnr.de\/\">FNR<\/a>\u00a0\/ <a href=\"https:\/\/www.iap.fraunhofer.de\/\">Fraunhofer IAP<\/a>\u00a0\/ ab\u00a0<span style=\"white-space: pre;\"> <\/span><\/p>\n<\/div>\n<p><a href=\"https:\/\/www.geb-info.de\/bautechnik\/vom-reststoff-zum-rohstoff-spanplatten-aus-100-prozent-altholz\">source<\/a><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Spanplatten sind heute aus der Baubranche und dem M\u00f6belbau kaum mehr wegzudenken. Sie bieten eine hohe Formstabilit\u00e4t, effiziente Verarbeitung und gute Materialausnutzung. 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