{"id":28074,"date":"2026-01-12T13:28:27","date_gmt":"2026-01-12T12:28:27","guid":{"rendered":"https:\/\/verdaenergy.de\/was-aendert-sich-im-jahr-2026-fuer-die-energieberaterbranche\/"},"modified":"2026-01-12T13:28:27","modified_gmt":"2026-01-12T12:28:27","slug":"was-aendert-sich-im-jahr-2026-fuer-die-energieberaterbranche","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/verdaenergy.de\/en\/was-aendert-sich-im-jahr-2026-fuer-die-energieberaterbranche\/","title":{"rendered":"Was \u00e4ndert sich im Jahr 2026 f\u00fcr die Energieberaterbranche?"},"content":{"rendered":"<div>\n<p class=\"aurora-text aurora-body\" doc-editable=\"text\" data-component-id=\"doc-1dn5d8f210\">Neues Jahr, neue Herausforderungen. Die Aussichten f\u00fcr die Baukonjunktur im Jahr 2026 sind verhalten, die aktuellen Genehmigungszahlen f\u00fcr Neubauten ein zartes Pfl\u00e4nzchen im frostigen Wind geopolitischer Konflikte und Handelskriege, nicht zuletzt auch infolge einer aus den Fugen geratenen Zollpolitik. Ob der frisch beschlossene Bauturbo tats\u00e4chlich Tempo in den Wohnungsbau bringt, bleibt abzuwarten. Doch was f\u00fcr Ver\u00e4nderungen und neue Regelungen stehen sonst noch so an f\u00fcr die <a href=\"https:\/\/www.geb-info.de\/energieberatung\">Energieberaterbranche<\/a>? Nachfolgend eine kleine \u00dcbersicht der wichtigsten Neuerungen \u2013 und ab wann sie gelten:<\/p>\n<h2 class=\"aurora-text aurora-crosshead\" doc-editable=\"text\" data-component-id=\"doc-1jel6o4lt0\">\u2022 Geb\u00e4udemodernisierungsgesetz (GMG)<\/h2>\n<p class=\"aurora-text aurora-body\" doc-editable=\"text\" data-component-id=\"doc-1jel6nq600\">Alter Wein in neuen Schl\u00e4uchen oder doch eher umgekehrt? Bisher wei\u00df man nicht viel mehr als den neuen Namen des vormaligen \u201eHeizungsgesetzes\u201c. Immerhin: Bis Ende Januar sollen erste inhaltliche Eckpunkte des Geb\u00e4udemodernisierungsgesetzes vorliegen und bis Ende Februar 2026 soll das Bundeskabinett die Novelle beschlie\u00dfen. Die zentrale \u00a0politische Vorgabe der neuen Regierungskoalition lautet: Das GMG soll \u201etechnologieoffener, flexibler und einfacher\u201c werden. Spannend wird auf alle F\u00e4lle, wie die Bundesregierung den Spagat hinbekommen will, mehr Flexibilit\u00e4t und Technologieoffenheit zu schaffen, w\u00e4hrend zugleich die parallel umzusetzende EU-Richtlinie klare und teils strenge Rahmenbedingungen f\u00fcr die Zukunft des Geb\u00e4udesektors vorsieht. Bis auf Weiteres gilt jedenfalls noch das Geb\u00e4udeenergiegesetz (GEG) von 2024 und mit ihm die Paragrafen 71 bis 71 k sowie die Pflicht, beim Heizungstausch 65 Prozent mit erneuerbaren Energien zu decken. Nicht zu vergessen die verpflichtende Beratung bei Modernisierungen.<\/p>\n<h2 class=\"aurora-text aurora-crosshead\" doc-editable=\"text\" data-component-id=\"doc-1jel6ob2i0\">\u2022 Energieausweise \/ EPBD-Novelle<\/h2>\n<p class=\"aurora-text aurora-body\" doc-editable=\"text\" data-component-id=\"doc-1jel6nq680\">F\u00fcr den Energieausweis stehen im Jahr 2026 infolge der bis Mai 2026 zu novellierenden EU-Geb\u00e4uderichtlinie entscheidende \u00c4nderungen an. Die vielleicht bedeutendste \u00c4nderung ist die Einf\u00fchrung einer neuen, harmonisierten Skala von A bis G, die die bisherigen, national unterschiedlichen Systeme (in Deutschland oft A+ bis H) abl\u00f6st. Klasse A entspricht dann einem Nullemissionsgeb\u00e4ude mit sehr hoher Energieeffizienz, die keine CO\u2082-Emissionen aus fossilen Brennstoffen vor Ort verursachen. Klasse G umfasst k\u00fcnftig die 15 Prozent der energieeffizientesten Geb\u00e4ude des nationalen Bestands.<span style=\"white-space: pre;\"> <\/span><\/p>\n<figure class=\"aurora-image _right _fit-frame-height-to-content\" data-tap-fullscreen=\"\" data-component-id=\"doc-1jel7hmkd0\">\n <img decoding=\"async\" class=\"aurora-doc-image\" alt=\"Mit der novellierten EU-Geb\u00e4uderichtlinie bekommt der Energieausweis eine neue harmonisierte Skala von A bis G.\" src=\"\/sites\/default\/files\/styles\/aurora_default\/public\/aurora\/2026\/01\/504988.jpeg?itok=tCOwsNv1\"\/><\/p>\n<p class=\"credit\" doc-editable=\"credit\">fotostar &#8211; stock.adobe.com<\/p><figcaption doc-editable=\"caption\">Mit der novellierten EU-Geb\u00e4uderichtlinie bekommt der Energieausweis eine neue harmonisierte Skala von A bis G.<\/figcaption><\/figure>\n<p class=\"aurora-text aurora-body\" doc-editable=\"text\" data-component-id=\"doc-1jel7hhro0\">F\u00fcr Neubauten muss zuk\u00fcnftig das Treibhauspotenzial \u00fcber den gesamten Lebenszyklus (von Bau bis Abriss) berechnet und im Energieausweis angegeben werden. Dies gilt ab 2028 f\u00fcr gro\u00dfe und ab 2030 f\u00fcr alle Neubauten. Ein Energieausweis muss k\u00fcnftig nicht nur bei Verkauf oder Neuvermietung, sondern auch bei der Verl\u00e4ngerung von Mietvertr\u00e4gen und bei gr\u00f6\u00dferen Sanierungen ausgestellt werden.Bestehende Energieausweise mit alten Skalen werden ihre G\u00fcltigkeit verlieren. Zudem ist vorgesehen, eine nationale digitale Datenbank f\u00fcr Energieausweise, Sanierungsp\u00e4sse und Inspektionsberichte einzurichten. Erg\u00e4nzend zum Energieausweis wird ein sogenannter Renovierungspass eingef\u00fchrt, der Geb\u00e4udeeigent\u00fcmern freiwillig zur Verf\u00fcgung stehen soll.<span style=\"white-space: pre;\"> <\/span><\/p>\n<h2 class=\"aurora-text aurora-crosshead\" doc-editable=\"text\" data-component-id=\"doc-1jel6ok680\">\u2022 Kommunales W\u00e4rmeplanungsgesetz (KWP-G)<\/h2>\n<p class=\"aurora-text aurora-body\" doc-editable=\"text\" data-component-id=\"doc-1jel6nq6f0\">Am 30. Juni 2026 endet die Abschlussfrist f\u00fcr Gro\u00dfst\u00e4dte mit \u00fcber 100.000 Einwohnern. Insgesamt 84 deutsche St\u00e4dte m\u00fcssen bis dahin mit ihren W\u00e4rmepl\u00e4nen in die P\u00f6tte kommen \u2013 darunter Metropolen wie Berlin, Hamburg, M\u00fcnchen, K\u00f6ln, Frankfurt am Main, Stuttgart, D\u00fcsseldorf, Dortmund und Essen. Doch auch mittelgro\u00dfe St\u00e4dte wie Heidelberg, Freiburg, Ulm und Kassel m\u00fcssen diese Frist einhalten. Nicht zu vergessen: Nach Inkrafttreten der kommunalen W\u00e4rmeplanung m\u00fcssen ausgetauschte Gasheizungen nach sp\u00e4testens f\u00fcnf Jahren die 65-Prozent-Forderung erf\u00fcllen.<\/p>\n<h2 class=\"aurora-text aurora-crosshead\" doc-editable=\"text\" data-component-id=\"doc-1jel6oq8g0\">\u2022 Novelle der EPBD (EU-Geb\u00e4uderichtlinie) und der Energieeffizienz-Richtlinie (EED)<\/h2>\n<p class=\"aurora-text aurora-body\" doc-editable=\"text\" data-component-id=\"doc-1jel6nq6m0\">Beide Richtlinien sind Teil des des \u201eFit for 55\u201c-Pakets der EU-Kommission und sollen dazu beitragen, bis 2030 die CO<sub>2<\/sub>-Emissionen zu reduzieren. Konkret m\u00fcssen bis Ende 2026 \u00f6ffentliche Geb\u00e4ude und Nichtwohngeb\u00e4ude \u00fcber 250 m\u00b2 mit Solartechnik ausgestattet sein \u00a0\u2013 sofern technisch machbar. F\u00fcr Bestandsbauten werden erste Schritte zur Sanierung der energetisch schlechtesten Geb\u00e4ude eingeleitet, Sanierungsfahrpl\u00e4ne werden Pflicht. F\u00fcr Neubauten und gr\u00f6\u00dfere gewerbliche Bestandsgeb\u00e4ude gelten ab 2026\/2027 Verpflichtungen zur Installation von Ladeinfrastruktur. Und das Wichtigste: Die EU-Mitgliedstaaten m\u00fcssen die Richtlinie bis Mai 2026 in nationales Recht umsetzen.<\/p>\n<h2 class=\"aurora-text aurora-crosshead\" doc-editable=\"text\" data-component-id=\"doc-1jel6p0re0\">\u2022 Infrastruktur-Zukunftsgesetz (IZG)<\/h2>\n<p class=\"aurora-text aurora-body\" doc-editable=\"text\" data-component-id=\"doc-1jel6nq6s0\">Das Bundeskabinett hat den Gesetzentwurf am 17. Dezember 2025 beschlossen und es wird erwartet, dass das IZG voraussichtlich ab Mitte 2026 in Kraft tritt. Die f\u00fcr Planer und Energieberater wichtigsten Konsequenzen daraus sind: Der digitale Bauantrag wird bundesweit zur Pflicht, das Gesetz f\u00fchrt neue Fristen und sogenannte Genehmigungsfiktionen ein, um Verfahren zu beschleunigen, Bauherren m\u00fcssen ab 2026 eine digitale Projektakte zur Verf\u00fcgung stellen, Architekten und Ingenieure m\u00fcssen BIM-Dokumente und digitale Planunterlagen vollst\u00e4ndig \u00fcbergeben und: Das Klagerecht von Umweltverb\u00e4nden soll eingeschr\u00e4nkt werden.<\/p>\n<h2 class=\"aurora-text aurora-crosshead\" doc-editable=\"text\" data-component-id=\"doc-1jel6p67s0\">\u2022 Bauturbo<\/h2>\n<p class=\"aurora-text aurora-body\" doc-editable=\"text\" data-component-id=\"doc-1jel6nq720\">Kern des Gesetzes ist der befristet bis Ende 2030 eingef\u00fchrte Paragraf 246e im Baugesetzbuch (BauGB). Dieser erlaubt es Kommunen, in Gebieten mit angespanntem Wohnungsmarkt schneller und ohne langwierige Bebauungsplanverfahren den Bau von Wohnungen zu genehmigen. Dies kann zu einer h\u00f6heren Nachfrage nach Bauleistungen und somit auch nach Energieberatungen f\u00fchren, da Projekte schneller in die Umsetzungsphase kommen. Die \u00c4nderungen des \u201eBauturbo\u201c betreffen ausschlie\u00dflich das Bauplanungsrecht \u2013 die technischen Anforderungen an die Energieeffizienz von Geb\u00e4uden bleiben davon unber\u00fchrt.<\/p>\n<h2 class=\"aurora-text aurora-crosshead\" doc-editable=\"text\" data-component-id=\"doc-1jel6pbpf0\">\u2022 PV-Pflichten und Bauordnungen der Bundesl\u00e4nder<\/h2>\n<p class=\"aurora-text aurora-body\" doc-editable=\"text\" data-component-id=\"doc-1jel6nq760\">Im neuen Jahr weiten mehrere Bundesl\u00e4nder ihre Solarpflichten aus. In Nordrhein-Westfalen gilt die Pflicht seit dem 1. Januar 2026 auch f\u00fcr umfassende Dachsanierungen, w\u00e4hrend sie in Schleswig-Holstein ab Ende M\u00e4rz 2026 f\u00fcr neue Wohngeb\u00e4ude greift. In vielen anderen Bundesl\u00e4ndern wie Baden-W\u00fcrttemberg, Niedersachsen sowie den Stadtstaaten Berlin, Bremen und Hamburg setzen sich die bereits bestehenden, umfassenden PV-Pflichten f\u00fcr Neubauten und\/oder Dachsanierungen fort. Eine Sonderregelung besteht in Rheinland-Pfalz mit einer \u201ePV-ready\u201c-Pflicht, die Geb\u00e4ude lediglich auf eine sp\u00e4tere Installation vorbereiten muss. Dagegen haben Bundesl\u00e4nder wie Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Th\u00fcringen weiterhin keine allgemeine Solarpflicht. Parallel dazu gibt es Bestrebungen, die Landesbauordnungen zu vereinfachen, um Bauverfahren zu beschleunigen und H\u00fcrden f\u00fcr PV-Anlagen abzubauen.<\/p>\n<h2 class=\"aurora-text aurora-crosshead\" doc-editable=\"text\" data-component-id=\"doc-1jel6ph560\">\u2022 F\u00f6rderlandschaft \/ -programme<\/h2>\n<p class=\"aurora-text aurora-body\" doc-editable=\"text\" data-component-id=\"doc-1jel6nq7b0\">Die grundlegende Struktur der Bundesf\u00f6rderung f\u00fcr effiziente Geb\u00e4ude (BEG) bleibt bestehen, wird aber in den Details angepasst und durch neue Impulse erg\u00e4nzt. Die Sanierung von Bestandsgeb\u00e4uden wird weiterhin am st\u00e4rksten gef\u00f6rdert. Die 2022 eingestellte F\u00f6rderung f\u00fcr das Effizienzhaus 55 wird befristet wieder eingef\u00fchrt \u2013 sie gilt aber nur f\u00fcr Bauvorhaben, die bereits eine Baugenehmigung haben, aber noch nicht begonnen wurden. Eine weitere Voraussetzung f\u00fcr die EH55-F\u00f6rderung lautet, dass die W\u00e4rmeversorgung vollst\u00e4ndig auf erneuerbaren Energien basiert. Die Aufteilung zwischen KfW (Kredite und Heizungszusch\u00fcsse) und BAFA (Zusch\u00fcsse f\u00fcr Einzelma\u00dfnahmen) bleibt bestehen. Der Zuschuss f\u00fcr den Austausch alter fossiler Heizungen gegen eine Heizung auf Basis erneuerbarer Energien bleibt das Kernst\u00fcck des KfW-Programms 458 \u2013 die hohen Zusch\u00fcsse von bis zu 70 % f\u00fcr den Heizungstausch bleiben erhalten. Neu ab 2026: Um eine F\u00f6rderung f\u00fcr Luft-Wasser-W\u00e4rmepumpen zu erhalten, m\u00fcssen deren Au\u00dfenger\u00e4te deutlich leiser sein als bisher. Die Ger\u00e4uschemissionen m\u00fcssen die Grenzwerte der EU-\u00d6kodesign-Verordnung um mindestens 10 dB unterschreiten. Der Klimageschwindigkeits-Bonus, der 2024 und 2025 bei 25 Prozent beziehungsweise 20 Prozent lag, wird planm\u00e4\u00dfig weiter reduziert. Wichtig: Das Gesamtbudget f\u00fcr die BEG soll laut Haushaltsentwurf von rund 15,3 Mrd. Euro (2025) auf etwa 12,1 Mrd. Euro (2026) sinken. Diese K\u00fcrzung betrifft vor allem die Mittel f\u00fcr Komplettsanierungen (KfW 261), w\u00e4hrend die T\u00f6pfe f\u00fcr Einzelma\u00dfnahmen stabil bleiben oder sogar leicht aufgestockt werden sollen.<\/p>\n<h2 class=\"aurora-text aurora-crosshead\" doc-editable=\"text\" data-component-id=\"doc-1jel6pmt50\">\u2022 Mindestlohn und Minijob<\/h2>\n<p class=\"aurora-text aurora-body\" doc-editable=\"text\" data-component-id=\"doc-1jel6nq7h0\">Ab dem 1. Januar 2026 steigt der gesetzliche Mindestlohn verbindlich auf 13,90 Euro brutto pro Stunde. Da die Minijob-Grenze an diese Entwicklung gekoppelt ist, erh\u00f6ht sie sich zum selben Zeitpunkt auf 603 Euro pro Monat. Diese Anpassung stellt sicher, dass Minijobber weiterhin eine \u00e4hnliche Stundenzahl arbeiten k\u00f6nnen, ohne sozialversicherungspflichtig zu werden. Ein weiterer Anstieg beider Werte ist bereits f\u00fcr Anfang 2027 beschlossen. Quellen: Diverse, mit KI ermittelt, fachlich gepr\u00fcft und redaktionell bearbeitet \/ si<\/p>\n<\/div>\n<p><a href=\"https:\/\/www.geb-info.de\/energieberatung\/was-aendert-sich-im-jahr-2026-fuer-die-energieberaterbranche\">source<\/a><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Neues Jahr, neue Herausforderungen. 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