{"id":28609,"date":"2026-03-12T20:54:29","date_gmt":"2026-03-12T19:54:29","guid":{"rendered":"https:\/\/verdaenergy.de\/gebaeudemodernisierungsgesetz-expertengutachten-zeigt-loesungsoffenen-weg-auf\/"},"modified":"2026-03-12T20:54:29","modified_gmt":"2026-03-12T19:54:29","slug":"gebaeudemodernisierungsgesetz-expertengutachten-zeigt-loesungsoffenen-weg-auf","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/verdaenergy.de\/en\/gebaeudemodernisierungsgesetz-expertengutachten-zeigt-loesungsoffenen-weg-auf\/","title":{"rendered":"Geb\u00e4udemodernisierungsgesetz: Expertengutachten zeigt l\u00f6sungsoffenen Weg auf"},"content":{"rendered":"<div>\n<p class=\"aurora-text aurora-body\" doc-editable=\"text\" data-component-id=\"doc-1dn5d8f210\">Die Richtung ist vorgegeben: Wie im Wahlprogramm versprochen, wird die neue Bundesregierung das Geb\u00e4udeenergiegesetz (GEG) \u201eabschaffen\u201c und es durch das <a href=\"https:\/\/www.geb-info.de\/gebaeudeenergiegesetz-geg\">Geb\u00e4udemodernisierungsgesetz<\/a> (GMG oder GeMoG) ersetzen. Im Grunde wird es sich dabei eher um eine Novellierung mit neuer Namensgebung handeln als um eine \u201eAbschaffung\u201c \u2013 vieles wird sich jedenfalls \u00e4ndern. Die Experten vom Institut f\u00fcr Technische Geb\u00e4udeausr\u00fcstung (ITG, Dresden) und dem Forschungsinstitut f\u00fcr W\u00e4rmeschutz (FIW, M\u00fcnchen) zeigen mit einem <a href=\"https:\/\/www.waermepumpe.de\/fileadmin\/user_upload\/26-01_21_Kurzgutachten-Erfuellungsoptionen-71-GEG-und-moegliche-Ersatzmassnahmen.pdf\">Kurzgutachten<\/a>\u00a0einen flexiblen und l\u00f6sungsoffenen Weg f\u00fcr das GMG auf, der die Unabh\u00e4ngigkeit von fossilen Energieimporten, Wirtschaftswachstum und die Erreichung der Klimaschutzziele erm\u00f6glicht.<\/p>\n<p class=\"aurora-text aurora-body\" doc-editable=\"text\" data-component-id=\"doc-1jjfd560v0\">Au\u00dferdem betrachteten die Autoren die Hinzunahme von Ersatzma\u00dfnahmen an der Geb\u00e4udeh\u00fclle zur Erf\u00fcllung der derzeitigen 65-Prozent-Vorgabe. Demnach lauten die Benchmarks f\u00fcr die Weiterentwickung des \u00a7 71 GEG:<\/p>\n<p class=\"aurora-text aurora-body\" doc-editable=\"text\" data-component-id=\"doc-1jjfe9mqe0\">\u25aa Die Vorgabe von 65 % erneuerbaren Energien fu\u0308r neue Heizungen reduziert die CO<sub>2<\/sub>-Emissionen in einem typischen Bestandsgeba\u0308ude um 50 bis 90 Prozent gegenu\u0308ber dem vorherigen Zustand.<\/p>\n<p class=\"aurora-text aurora-body\" doc-editable=\"text\" data-component-id=\"doc-1jjfech8f1\">\u25aa Erga\u0308nzt man die Erfu\u0308llungsoptionen um Effizienzma\u00dfnahmen der Geba\u0308udehu\u0308lle, wu\u0308rden damit auch Einsparungen von Endenergie (und damit Energiekosten) anerkannt.<\/p>\n<p class=\"aurora-text aurora-body\" doc-editable=\"text\" data-component-id=\"doc-1jjfecple1\">\u25aa Der Einbau einer neuen Gas-Brennwertheizung auf Erdgasbasis oder nur mit geringfu\u0308gigen Mengen erneuerbarer Gase kann keinen gleichwertigen Beitrag leisten.<\/p>\n<h2 class=\"aurora-text aurora-crosshead\" doc-editable=\"text\" data-component-id=\"doc-1jjfekde40\">Koalition darf bei den Ambitionen nicht nachassen \u2013 individuelle Sanierungsl\u00f6sungen sind gefragt<\/h2>\n<p class=\"aurora-text aurora-body\" doc-editable=\"text\" data-component-id=\"doc-1jjfe9k7g1\">Prof. Dr.-Ing. Andreas Holm, Leiter des Forschungsinstituts f\u00fcr W\u00e4rmeschutz M\u00fcnchen (FIW), kommt zu dem Ergebnis, dass zwischen erneuerbaren Heizsystemen und einer guten Geb\u00e4udeh\u00fclle kein Widerspruch besteht \u2013 im Gegenteil. Er ist \u00fcberzeugt: \u201eEffizienzma\u00dfnahmen an der Geb\u00e4udeh\u00fclle senken den Endenergieverbrauch und die Kosten deutlich. Zus\u00e4tzlich verringern Sie die Strom Spitzenlast im Winter, stabilisieren damit das Netz und reduzieren den Bedarf an zus\u00e4tzlicher Netzinfrastruktur\u201c.<\/p>\n<p class=\"aurora-text aurora-body\" doc-editable=\"text\" data-component-id=\"doc-1jjfd57pv0\">Und Dr. Martin Sabel, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Bundesverband W\u00e4rmepumpe (BWP) e.V., mahnt: \u201eDie Koalition darf jetzt bei den Ambitionen nicht nachlassen.\u201c Seiner Auffassung zufolge muss das reformierte Geb\u00e4udeenergiegesetz den Verbrauchern auch zuk\u00fcnftig eine klare Orientierung geben, welche Wege zu einem zukunftssicheren Zuhause f\u00fchren und welche Wege die Abh\u00e4ngigkeit von Gas und \u00d6l vielmehr versch\u00e4rfen. Er betont: \u201eWichtig ist, dass Hauseigent\u00fcmer nicht im Vertrauen auf unhaltbare Versprechungen der Energiewirtschaft neue Gasheizungen installieren.\u201c\u00a0<\/p>\n<blockquote class=\"aurora-blockquote\" data-component-id=\"doc-1jjfepj7d0\">\n<figure class=\"blockquote-image\">\n <img decoding=\"async\" class=\"aurora-doc-image\" alt=\"\" src=\"data:image\/svg+xml;charset=UTF-8,%3Csvg%20xmlns%3D%22http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg%22%20viewBox%3D%220%200%20620%20350%22%20preserveAspectRatio%3D%22none%22%3E%3C%2Fsvg%3E\"\/><br \/>\n <\/figure>\n<p>\n <span class=\"quotation-mark\"\/><br \/>\n <span class=\"quote\" doc-editable=\"text\">Die Ma\u00dfnahmen des aktuellen Geb\u00e4udeenergiegesetz bewirken \u2013 je nach gew\u00e4hlter Technik \u2013 eine CO<sub>2<\/sub>-Minderung von 50 bis 90 Prozent in einem typischen Bestandsgeb\u00e4ude. Der Ersatz einer veralteten durch eine effizientere, neue Gasheizung kann hingegen selbst unter Ber\u00fccksichtigung geringf\u00fcgiger Anteile von Biomethan keinen gleichwertigen Beitrag leisten.<\/span>\n <\/p>\n<footer doc-editable=\"author\"><b>Dr.-Ing. Bert Oschatz, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer des Instituts f\u00fcr technische Geb\u00e4udeausr\u00fcstung Dresden (ITG)<\/b><\/footer>\n<\/blockquote>\n<p class=\"aurora-text aurora-body\" doc-editable=\"text\" data-component-id=\"doc-1jjfd57q70\">Jan Peter Hinrichs, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer des Bundesverbands energieeffiziente Geb\u00e4udeh\u00fclle (BuVEG) e.V., gibt au\u00dferdem zu bedenken: \u201eDer deutsche Geb\u00e4udebestand ist energetisch sehr unterschiedlich, daher ben\u00f6tigt jede Immobilie eine individuelle Sanierungsl\u00f6sung, um das gemeinsame Ziel der W\u00e4rmewende zu erreichen. Ob neue Heizung oder Geb\u00e4udeh\u00fclle und in welcher Reihenfolge, das sollten die Eigent\u00fcmer vor Ort mit den Energieberatern entscheiden. Die W\u00e4rmewende gelingt nur im Zusammenspiel aller Sanierungsl\u00f6sungen, darauf sollte sich das neue Geb\u00e4udemodernisierungsgesetz konzentrieren.\u201c\u00a0<\/p>\n<p class=\"aurora-text aurora-body\" doc-editable=\"text\" data-component-id=\"doc-1jjfd57qb0\">Aus Sicht von Benjamin Weismann, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer des Energieberatendenverbands GIH, ist die Verb\u00e4ndekooperation aus Anbietern der zentralen L\u00f6sungen f\u00fcr die W\u00e4rmewende und den Energieberatern als Experten vor Ortvon herausragender Bedeutung. F\u00fcr ihn muss \u201edie Senkung des Energiebedarfs zuk\u00fcnftig, neben der wichtigen CO<sub>2<\/sub>-Minderung, zu einem ma\u00dfgeblichen Faktor werden.\u201c Vor allem ist er davon \u00fcberzeugt, dass es ein echter Durchbruch w\u00e4re, \u201ew\u00fcrden Sanierungsma\u00dfnahmen an der Geb\u00e4udeh\u00fclle nun auch als alternative L\u00f6sung gleichwertig anerkannt.\u201c Dies tr\u00fcge dem Wunsch der Bev\u00f6lkerung Rechnung, Energie und damit auch Kosten zu sparen.<\/p>\n<\/div>\n<p><a href=\"https:\/\/www.geb-info.de\/gebaeudeenergiegesetz-geg\/gebaeudemodernisierungsgesetz-expertengutachten-zeigt-loesungsoffenen-weg\">source<\/a><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Richtung ist vorgegeben: Wie im Wahlprogramm versprochen, wird die neue Bundesregierung das Geb\u00e4udeenergiegesetz (GEG) \u201eabschaffen\u201c und es durch das Geb\u00e4udemodernisierungsgesetz (GMG oder GeMoG) ersetzen. 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