{"id":28755,"date":"2026-03-28T10:37:15","date_gmt":"2026-03-28T09:37:15","guid":{"rendered":"https:\/\/verdaenergy.de\/studie-bauteilaktivierung-erhoeht-wohnkomfort-dank-thermischer-traegheit\/"},"modified":"2026-03-28T10:37:15","modified_gmt":"2026-03-28T09:37:15","slug":"studie-bauteilaktivierung-erhoeht-wohnkomfort-dank-thermischer-traegheit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/verdaenergy.de\/en\/studie-bauteilaktivierung-erhoeht-wohnkomfort-dank-thermischer-traegheit\/","title":{"rendered":"Studie: Bauteilaktivierung erh\u00f6ht Wohnkomfort dank thermischer Tr\u00e4gheit"},"content":{"rendered":"<div>\n<p class=\"aurora-text aurora-body\" doc-editable=\"text\" data-component-id=\"doc-1dn5d8f210\">Im Rahmen eines gro\u00dfangelegten Praxistests des Instituts f\u00fcr Nachhaltige Technologien (AEE Intec) wurden 16 neue und sanierte Geb\u00e4ude mit Bauteilaktivierung systematisch untersucht. Bauteilaktivierung nutzt die Masse von Bauteilen wie Decken oder W\u00e4nden, um W\u00e4rme oder K\u00e4lte zu speichern und im Geb\u00e4ude zu verteilen. Dabei werden Rohre oder Leitungen in die Bauteile integriert, durch die Wasser als W\u00e4rmetr\u00e4ger flie\u00dft. Das h\u00e4ufigste aktivierte Material war Ortbeton, teils kombiniert mit anderen Baustoffen.<span style=\"white-space: pre;\"> <\/span><\/p>\n<p class=\"aurora-text aurora-body\" doc-editable=\"text\" data-component-id=\"doc-1jkd94nhg1\">In 13 von 16 F\u00e4llen nutzten die Betreiber die Aktivierung sowohl zum Heizen als auch zum K\u00fchlen. W\u00e4rmepumpen kamen in 13 Geb\u00e4uden zum Einsatz, oft zusammen mit <a href=\"https:\/\/www.geb-info.de\/solartechnik\/installation-von-pv-anlagen-binnen-eines-jahres-um-176-prozent-gestiegen\" data-entity-uuid=\"9cd12843-2527-49a2-99ce-d264f334deef\">Photovoltaik<\/a> oder Freecooling (Freie K\u00fchlung). Die Systeme arbeiten mit niedrigen Vorlauftemperaturen: im Median 29 Grad Celsius beim Heizen und 18 Grad Celsius beim K\u00fchlen. Dadurch steigt die Effizienz von W\u00e4rmepumpen und <a href=\"https:\/\/www.geb-info.de\/solartechnik\">Solarthermieanlagen<\/a>.<\/p>\n<h2 class=\"aurora-text aurora-crosshead\" doc-editable=\"text\" data-component-id=\"doc-1jkd8r4u10\"><b>Nutzer sch\u00e4tzen Komfort durch thermische Tr\u00e4gheit<\/b><\/h2>\n<p class=\"aurora-text aurora-body\" doc-editable=\"text\" data-component-id=\"doc-1jkd8lkq10\">Die Nutzerinnen und Nutzer bewerteten den thermischen Komfort \u00fcberwiegend positiv: 85 Prozent stuften ihn als gut oder sehr gut ein. Die thermische Tr\u00e4gheit wurde meist als Vorteil wahrgenommen, insbesondere im Sommer. \u00dcber die H\u00e4lfte der Befragten gab an, dass die Raumtemperatur nie zu hoch war. Messungen zeigten, dass die Maximaltemperaturen im Sommer meist bei 23 bis 24 Grad Celsius lagen, w\u00e4hrend sie in nicht-aktivierten Geb\u00e4uden bis zu 27 Grad Celsius erreichten. Die h\u00f6heren Investitionen werden meist durch geringere Energie- und Wartungskosten ausgeglichen. Viele Wiener Wohnungsbauunternehmen setzen die Bauteilaktivierung inzwischen als Standard ein, um die Widerstandsf\u00e4higkeit gegen hohe Au\u00dfentemperaturen zu erh\u00f6hen.<\/p>\n<figure class=\"aurora-image _left _fit-frame-height-to-content\" data-tap-fullscreen=\"\" data-component-id=\"doc-1jkd8nejt0\">\n <img decoding=\"async\" class=\"aurora-doc-image\" alt=\"Spezifische Speicherkapazit\u00e4t pro aktivierte Fl\u00e4che in Abh\u00e4ngigkeit der Bauteildicke. Deutlich sind die Unterschiede aufgrund des aktivierten Materials erkennbar.\" src=\"\/sites\/default\/files\/styles\/aurora_default\/public\/aurora\/2026\/03\/524458.jpeg?itok=zAQ23kqA\"\/><\/p>\n<p class=\"credit\" doc-editable=\"credit\">AEE Intec<\/p><figcaption doc-editable=\"caption\">Spezifische Speicherkapazit\u00e4t pro aktivierte Fl\u00e4che in Abh\u00e4ngigkeit der Bauteildicke. Deutlich sind die Unterschiede aufgrund des aktivierten Materials erkennbar.<\/figcaption><\/figure>\n<h2 class=\"aurora-text aurora-crosshead\" doc-editable=\"text\" data-component-id=\"doc-1jkd8rruf0\"><b>Bauteilaktivierung schafft Flexibilit\u00e4t f\u00fcr das Energiesystem<\/b><\/h2>\n<p class=\"aurora-text aurora-body\" doc-editable=\"text\" data-component-id=\"doc-1jkd8lkr50\">Die Speicherf\u00e4higkeit der aktivierten Bauteile erm\u00f6glicht es, W\u00e4rme- und K\u00e4lteerzeugung zeitlich vom Bedarf zu entkoppeln. So k\u00f6nnen Geb\u00e4ude mit begrenzter Anschlussleistung kurzfristig Spitzenlasten \u00fcberbr\u00fccken oder Strom\u00fcbersch\u00fcsse aus dem Netz aufnehmen.<span style=\"white-space: pre;\"> <\/span><\/p>\n<p class=\"aurora-text aurora-body\" doc-editable=\"text\" data-component-id=\"doc-1jkpnqd291\">In einem Fall wurde eine Heizlast von 1,1 Megawatt vollst\u00e4ndig mit einer W\u00e4rmepumpe von 270 Kilowatt Spitzenleistung gedeckt. Zwei weitere Geb\u00e4ude nutzten flexible Stromtarife und bezogen Energie bevorzugt dann, wenn viel erneuerbarer Strom verf\u00fcgbar war.<\/p>\n<h2 class=\"aurora-text aurora-crosshead\" doc-editable=\"text\" data-component-id=\"doc-1jkd8s7u20\"><b>Geb\u00e4ude bieten erhebliches W\u00e4rmespeicherpotenzial<\/b><\/h2>\n<p class=\"aurora-text aurora-body\" doc-editable=\"text\" data-component-id=\"doc-1jkd8lksb0\">Die gemessene Speicherkapazit\u00e4t der aktivierten Fl\u00e4chen liegt zwischen 0,14 und 0,33 Kilowattstunden pro Quadratmeter und Kelvin, im Median bei 0,17. F\u00fcr einen durchschnittlichen Geschosswohnungsbau mit 1.450 Quadratmetern aktivierbarer Fl\u00e4che ergibt sich eine W\u00e4rmespeicherkapazit\u00e4t von etwa 750 Kilowattstunden bei drei Kelvin Temperaturspreizung. Ein vergleichbarer Wasserspeicher m\u00fcsste bei 45 Grad Celsius mehr als 25 Kubikmeter fassen, bei 95 Grad Celsius noch 8,5 Kubikmeter.<span style=\"white-space: pre;\"> <\/span><\/p>\n<p class=\"aurora-text aurora-body\" doc-editable=\"text\" data-component-id=\"doc-1jkd8lkst0\">In \u00d6sterreich entstehen j\u00e4hrlich rund 2.700 Neubauten dieser Art, was einem j\u00e4hrlichen Zuwachs von etwa 2 Gigawattstunden W\u00e4rmespeicher entspricht. Im Bestand k\u00f6nnten durch serielle Sanierung und Aktivierung der Au\u00dfenw\u00e4nde weitere 16 Gigawattstunden Speicherpotenzial erschlossen werden. Unter Ber\u00fccksichtigung des Komforts stehen davon etwa 30 Prozent flexibel zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n<h2 class=\"aurora-text aurora-crosshead\" doc-editable=\"text\" data-component-id=\"doc-1jkd8sjnc0\"><b>Planung und Regelung sind entscheidend<\/b><\/h2>\n<p class=\"aurora-text aurora-body\" doc-editable=\"text\" data-component-id=\"doc-1jkd8lkv50\">Die Mehrheit der Befragten w\u00fcrde Bauteilaktivierung erneut einsetzen, w\u00fcnscht sich aber klarere Planungsrichtlinien und optimierte Regelungskonzepte. Ebenfalls oft gefordert sind pr\u00e4diktive Regelungen, die nicht nur die Au\u00dfentemperatur, sondern auch den Wetterbericht einbeziehen \u2013 so kann das Geb\u00e4ude schon mal vorheizen, wenn sich in der Atmosph\u00e4re die Kaltluft n\u00e4hert. Quelle:\u00a0DI Walter Becke \/ <a href=\"https:\/\/www.aee-intec.at\/\">AEE Intec<\/a> \/ ar<\/p>\n<\/div>\n<p><a href=\"https:\/\/www.geb-info.de\/kuehlung-und-klima\/studie-bauteilaktivierung-erhoeht-wohnkomfort-dank-thermischer-traegheit\">source<\/a><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Rahmen eines gro\u00dfangelegten Praxistests des Instituts f\u00fcr Nachhaltige Technologien (AEE Intec) wurden 16 neue und sanierte Geb\u00e4ude mit Bauteilaktivierung systematisch untersucht. 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