{"id":29145,"date":"2026-05-12T07:49:14","date_gmt":"2026-05-12T06:49:14","guid":{"rendered":"https:\/\/verdaenergy.de\/vdi-energiewende-gefaehrdet-kurskorrekturen-noetig\/"},"modified":"2026-05-12T07:49:14","modified_gmt":"2026-05-12T06:49:14","slug":"vdi-energiewende-gefaehrdet-kurskorrekturen-noetig","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/verdaenergy.de\/en\/vdi-energiewende-gefaehrdet-kurskorrekturen-noetig\/","title":{"rendered":"VDI: Energiewende ge\u00adf\u00e4hr\u00addet\u00a0\u2013 Kurs\u00adkor\u00adrek\u00adtu\u00adren n\u00f6tig"},"content":{"rendered":"<div>\n<figure class=\"aurora-image _right _fit-frame-height-to-content\" data-tap-fullscreen=\"\" data-component-id=\"doc-1fllf325h0\">\n <img decoding=\"async\" class=\"aurora-doc-image\" alt=\"Obwohl der Weg zu einem klimaneutralen Energiesystem grunds\u00e4tzlich richtig und technisch umsetzbar ist, erfolgt die Umsetzung nicht entschlossen genug.\" src=\"\/sites\/default\/files\/styles\/aurora_default\/public\/aurora\/2026\/05\/535267.jpeg?itok=ajiTcfKk\"\/><\/p>\n<p class=\"credit\" doc-editable=\"credit\">Berit Kessler &#8211; stock.adobe.com<\/p><figcaption doc-editable=\"caption\">Obwohl der Weg zu einem klimaneutralen Energiesystem grunds\u00e4tzlich richtig und technisch umsetzbar ist, erfolgt die Umsetzung nicht entschlossen genug.<\/figcaption><\/figure>\n<p class=\"aurora-text aurora-body\" doc-editable=\"text\" data-component-id=\"doc-1dghkct6c0\"><b>Das deutsche Energiesystem gen\u00fcgt aus Sicht des VDI nicht den energiepolitischen Zielen. In einem aktuellen Zukunftsdialog Energie kommt der Verein zu dem Schluss, dass das System weder im internationalen Vergleich wirtschaftlich noch umweltvertr\u00e4glich oder ausreichend versorgungssicher ist.<span style=\"white-space: pre;\"> <\/span><\/b><\/p>\n<p class=\"aurora-text aurora-body\" doc-editable=\"text\" data-component-id=\"doc-1jo16efg51\">Obwohl der Weg zu einem klimaneutralen Energiesystem grunds\u00e4tzlich richtig und technisch umsetzbar ist, erfolgt die Umsetzung nicht entschlossen genug. Der VDI fordert daher einen sachlichen Blick auf die Herausforderungen sowie gezielte Nachbesserungen bei Tempo, Systemintegration und regulatorischen Rahmenbedingungen, um ein Scheitern der Transformation abzuwenden.<\/p>\n<p class=\"aurora-text aurora-body\" doc-editable=\"text\" data-component-id=\"doc-1jo16de7l0\">Die Ingenieurinnen und Ingenieure des Vereins betonen die Notwendigkeit eines st\u00e4rkeren Realismus in der energiepolitischen Debatte. Die Transformation muss ganzheitlich betrachtet werden, unter Einbeziehung der gesamten Wertsch\u00f6pfungsketten, Kosten, Infrastrukturen und ihrer Wechselwirkungen. Einzelma\u00dfnahmen reichen dabei nicht aus.<span style=\"white-space: pre;\"> <\/span><\/p>\n<p class=\"aurora-text aurora-body\" doc-editable=\"text\" data-component-id=\"doc-1jo16f9k11\">Zudem ist das bisherige Umsetzungstempo unzureichend, um die gesteckten Ziele zu erreichen. Der VDI pl\u00e4diert f\u00fcr mehr Geschwindigkeit und einen technologieoffenen Ansatz, der verschiedene L\u00f6sungsoptionen systematisch ber\u00fccksichtigt.<\/p>\n<h2 class=\"aurora-text aurora-crosshead\" doc-editable=\"text\" data-component-id=\"doc-1jo16fp550\">Defizite bei Versorgungssicherheit, Wirtschaftlichkeit und Umwelt<\/h2>\n<p class=\"aurora-text aurora-body\" doc-editable=\"text\" data-component-id=\"doc-1jo16fhc21\">Die Analyse zeigt, dass in keiner der Dimensionen des energiepolitischen Zieldreiecks \u2013 Versorgungssicherheit, Wirtschaftlichkeit und Umweltvertr\u00e4glichkeit \u2013 ausreichende Fortschritte erzielt werden. Hohe Energiepreise wirken sich bereits als Standortnachteil f\u00fcr die deutsche Industrie aus. Gleichzeitig bleibt die Versorgungssicherheit aufgrund geopolitischer Risiken und bestehender Importabh\u00e4ngigkeiten anf\u00e4llig. Auch die Klimaziele f\u00fcr 2045 sind nach Einsch\u00e4tzung des VDI akut gef\u00e4hrdet.<\/p>\n<p class=\"aurora-text aurora-body\" doc-editable=\"text\" data-component-id=\"doc-1jo16de8c0\">Dr.-Ing. Jochen Lambauer, Vorsitzender der VDI-Gesellschaft Energie und Umwelt (GEU), unterstreicht: \u201eEin versorgungssicheres und klimaneutrales Energiesystem ist technisch erreichbar, aber nur, wenn wir die Umsetzung jetzt deutlich beschleunigen und bestehende Hemmnisse konsequent abbauen. Entscheidend sind klare Priorit\u00e4ten, verl\u00e4ssliche Rahmenbedingungen und ein realistischer Umgang mit den Herausforderungen in Netzen, Genehmigung und Infrastruktur.\u201c<span style=\"white-space: pre;\"> <\/span><\/p>\n<p class=\"aurora-text aurora-body\" doc-editable=\"text\" data-component-id=\"doc-1jo16geb71\">Dipl.-Phys. Gerhard Stryi-Hipp, Vorsitzender des VDI-Fachausschusses Regenerative Energien, erg\u00e4nzt, dass die Energiewende ein komplexer Marathon sei, bei dem die richtige Balance von Ma\u00dfnahmen in Erzeugung, Infrastruktur, Speicherung und Verbrauch sowie der Sektorenkopplung gefunden und kontinuierlich angepasst werden m\u00fcsse.<\/p>\n<h2 class=\"aurora-text aurora-crosshead\" doc-editable=\"text\" data-component-id=\"doc-1jo16gq5d0\">Infrastruktur, Flexibilit\u00e4t und gesicherte Leistung<\/h2>\n<p class=\"aurora-text aurora-body\" doc-editable=\"text\" data-component-id=\"doc-1jo16gn8v1\">Ausgewertete Energiesystemmodellierungen prognostizieren f\u00fcr 2045 einen moderaten R\u00fcckgang des Energiebedarfs, wobei Strom zur dominierenden Endenergieform wird. Die Stromerzeugung wird \u00fcberwiegend auf Wind- und Photovoltaikanlagen basieren. Dies reduziert zwar die Abh\u00e4ngigkeit von fossilen Energieimporten, f\u00fchrt aber zu neuen Abh\u00e4ngigkeiten bei Technologien und Rohstoffen, beispielsweise von China im Bereich Photovoltaik.<\/p>\n<p class=\"aurora-text aurora-body\" doc-editable=\"text\" data-component-id=\"doc-1jo16de8t0\">Mit dem steigenden Anteil fluktuierender erneuerbarer Energien w\u00e4chst der Bedarf an Flexibilit\u00e4t im Stromsystem deutlich. Kurzfristige Schwankungen m\u00fcssen k\u00fcnftig verst\u00e4rkt durch Speicher, insbesondere Gro\u00dfbatterien, sowie durch flexible Nachfrage aus Industrie und Haushalten ausgeglichen werden. In diesem Kontext sind die Digitalisierung der Stromnetze und der Smart Meter Rollout zu beschleunigen sowie das Marktdesign an die Erfordernisse des zuk\u00fcnftigen Energiesystems anzupassen.<\/p>\n<p class=\"aurora-text aurora-body\" doc-editable=\"text\" data-component-id=\"doc-1jo16de950\">F\u00fcr Erzeugungsl\u00fccken bei geringer Sonneneinstrahlung und Wind im Winter ist gesicherte Kraftwerksleistung unverzichtbar. Die Analyse deutet darauf hin, dass bis 2045 eine Kapazit\u00e4t von 70 bis zu 146 GW erforderlich sein k\u00f6nnte. Eine Herausforderung stellt die geringe Auslastung dieser Reservekraftwerke dar (gesch\u00e4tzt 935 bis 1200 Volllaststunden im Jahr), was die Entwicklung neuer Gesch\u00e4ftsmodelle und die Einf\u00fchrung entsprechender Regulatorik erfordert, um die Versorgungssicherheit zu gew\u00e4hrleisten.<\/p>\n<h2 class=\"aurora-text aurora-crosshead\" doc-editable=\"text\" data-component-id=\"doc-1jo16j3br0\">Forderungen f\u00fcr eine erfolgreiche Energiewende<\/h2>\n<p class=\"aurora-text aurora-body\" doc-editable=\"text\" data-component-id=\"doc-1jo16ijvv1\">Die Transformation des Energiesystems erfordert erhebliche Investitionen in Infrastruktur, Netze und neue Technologien. Trotz langfristig sinkender variabler Kosten durch reduzierte Energieimporte ist kurzfristig mit steigenden Energiepreisen zu rechnen. Dabei verschiebt sich die Importabh\u00e4ngigkeit von Energietr\u00e4gern hin zu Technologien und Rohstoffen, die in einzelnen Weltregionen konzentriert sind.<\/p>\n<div class=\"aurora-container\" doc-container=\"main\" data-doc-label=\"Container\" data-component-id=\"doc-1go8fnhk70\" style=\"background-color: rgba(241, 234, 223, 0.6);\">\n<h4 class=\"aurora-text aurora-crosshead-h4\" doc-editable=\"text\" data-component-id=\"doc-1go8fpa7h0\">Der VDI formuliert klare Impulse f\u00fcr die Energiepolitik:<\/h4>\n<p class=\"aurora-text aurora-body\" doc-editable=\"text\" data-component-id=\"doc-1jo16de9q0\"><b>\u25cf Beschleunigung des Ausbaus von Infrastruktur und Flexibilit\u00e4tsoptionen:<\/b> Dazu geh\u00f6ren der z\u00fcgige Netzausbau, die Integration von Speichern und die Digitalisierung des Energiesystems zur besseren Steuerung von Erzeugung und Verbrauch.<span style=\"white-space: pre;\"> <\/span><\/p>\n<p class=\"aurora-text aurora-body\" doc-editable=\"text\" data-component-id=\"doc-1jo16l61a1\"><b>\u25cf Verl\u00e4ssliche Rahmenbedingungen f\u00fcr Investitionen in gesicherte Kraftwerksleistung:<\/b> Marktliche und regulatorische Instrumente sind notwendig, um langfristige Planungssicherheit zu schaffen und Investitionen in flexibel einsetzbare Kraftwerkskapazit\u00e4ten wirtschaftlich zu erm\u00f6glichen.<span style=\"white-space: pre;\"> <\/span><\/p>\n<p class=\"aurora-text aurora-body\" doc-editable=\"text\" data-component-id=\"doc-1jo16lo421\"><b>\u25cf St\u00e4rkung von Forschung, Ausbildung und industrieller Wertsch\u00f6pfung in Schl\u00fcsseltechnologien:<\/b> Ziel ist es, technologische Abh\u00e4ngigkeiten zu reduzieren, Innovationszyklen zu verk\u00fcrzen und die Wettbewerbsf\u00e4higkeit des Industriestandorts Deutschland zu sichern.<span style=\"white-space: pre;\"> <\/span><\/p>\n<p class=\"aurora-text aurora-body\" doc-editable=\"text\" data-component-id=\"doc-1jo16m9la1\"><b>\u25cf Weiterentwicklung der Energiesystemmodellierung:<\/b> Annahmen, Szenarien und Systemgrenzen sollen transparenter gestaltet und um alternative Entwicklungspfade sowie geopolitische und wirtschaftliche Einflussfaktoren erg\u00e4nzt werden.<span style=\"white-space: pre;\"> <\/span><\/p>\n<p class=\"aurora-text aurora-body\" doc-editable=\"text\" data-component-id=\"doc-1jo16ncap0\"><b>\u2192 <a href=\"https:\/\/www.vdi.de\/ueber-uns\/presse\/publikationen\/details\/impulse-zur-energieversorgung-der-zukunft\">Weitere Impulse zur Energiepolitik<\/a><\/b><\/p>\n<\/div>\n<p class=\"aurora-text aurora-body\" doc-editable=\"text\" data-component-id=\"doc-1jo16de9j0\">Quelle: VDI \/ fl<\/p>\n<\/div>\n<p><script>\n      var cmpHosts = ['sbz-monteur',\n        'asu-arbeitsmedizin',\n        'sbz-online',\n        'diekaelte',\n        'tga-fachplaner',\n        'glaswelt',\n        'baumetall',\n        'medsach',\n        'geb-info',\n        'photovoltaik',\n        'kl-magazin',\n        'erneuerbareenergien',\n        'pveurope',\n        'gw-news',\n        'hzwei',\n        'h2-international',\n        'erneuerbareenergien',\n        'future-watt','tech-isolierung'];<\/p>\n<p>      var isCmpHost = false;\n      cmpHosts.forEach(function (cmpHost) {\n          if (window.location.host.indexOf(cmpHost) !== -1) {\n            isCmpHost = true;\n          }\n        },\n      );\n      if (!isCmpHost) {\n        (function (d, s, id) {\n          var js, fjs = d.getElementsByTagName(s)[0];\n          if (d.getElementById(id)) {\n            return;\n          }\n          js = d.createElement(s);\n          js.id = id;\n          js.src = 'https:\/\/connect.facebook.net\/de_DE\/sdk.js#xfbml=1&version=v3.0&appId=643427335691827&autoLogAppEvents=1';\/\/ https:\/\/service.arocom.de\/issues\/16666?pn=1#note-11\n          fjs.parentNode.insertBefore(js, fjs);\n        }(document, 'script', 'facebook-jssdk'));\n      } else {\n        var siteAbo = typeof window._sp_.config.targetingParams !== 'undefined' && window._sp_.config.targetingParams.site_abo;\n        if (!siteAbo) {\n          __tcfapi('addEventListener', 2, function (tcData, success) {\n            if (tcData.eventStatus === 'tcloaded' || tcData.eventStatus === 'useractioncomplete') {\n              __tcfapi('getCustomVendorConsents', 2, function (vendorConsents, success) {\n                if (success) {\n                  var ids = vendorConsents.consentedVendors.map(function (value, index) {return value['_id'];});\n                  var fbConsentGiven = ids.includes('5f58a13f95e5ca5c38b2f0d1'); 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