{"id":29415,"date":"2026-06-22T13:29:06","date_gmt":"2026-06-22T12:29:06","guid":{"rendered":"https:\/\/verdaenergy.de\/extreme-hitze-kostet-milliarden-und-laehmt-wirtschaftswachstum\/"},"modified":"2026-06-22T13:29:06","modified_gmt":"2026-06-22T12:29:06","slug":"extreme-hitze-kostet-milliarden-und-laehmt-wirtschaftswachstum","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/verdaenergy.de\/en\/extreme-hitze-kostet-milliarden-und-laehmt-wirtschaftswachstum\/","title":{"rendered":"Extreme Hitze kostet Milliarden und l\u00e4hmt Wirt\u00adschafts\u00adwachs\u00adtum"},"content":{"rendered":"<div>\n<figure class=\"aurora-image _right _fit-frame-height-to-content\" data-tap-fullscreen=\"\" data-component-id=\"doc-1fllf325h0\">\n <img decoding=\"async\" class=\"aurora-doc-image\" alt=\"Machen sich Hitzewelle am Arbeitsplatz bemerkbar, kann die Produktivit\u00e4t sinken. Europa ist historisch bedingt auf K\u00e4lte ausgelegt.\" src=\"\/sites\/default\/files\/styles\/aurora_default\/public\/aurora\/2026\/06\/545285.jpeg?itok=IAvH9Ypf\"\/><\/p>\n<p class=\"credit\" doc-editable=\"credit\">G\u00fcnter Albers \u2013 stock.adobe.com<\/p><figcaption doc-editable=\"caption\">Machen sich Hitzewelle am Arbeitsplatz bemerkbar, kann die Produktivit\u00e4t sinken. Europa ist historisch bedingt auf K\u00e4lte ausgelegt.<\/figcaption><\/figure>\n<p class=\"aurora-text aurora-body\" doc-editable=\"text\" data-component-id=\"doc-1jrn5236s0\"><b>Bei Hitzewellen liegt Deutschland zwar \u201enur\u201c im europ\u00e4ischen Mittelfeld, daf\u00fcr aber klar auf der Verliererseite: Erhebliche Einbu\u00dfen beim Bruttoinlandsprodukt drohen. Hitzeresistenz wird zu einem Wirtschaftsfaktor der Zukunft.<span style=\"white-space: pre;\"> <\/span><\/b><\/p>\n<p class=\"aurora-text aurora-body\" doc-editable=\"text\" data-component-id=\"doc-1jrn5237a0\">Extreme Hitze entwickelt sich zu einer wachsenden Belastung f\u00fcr die deutsche Wirtschaft. Laut einer Analyse des Kreditversicherers Allianz Trade k\u00f6nnten sich die wirtschaftlichen Verluste in Deutschland zwischen 2026 und 2030 auf insgesamt rund 131\u202fMilliarden US-Dollar (USD) summieren, wenn sich die Hitzewellen des vergangenen Jahrzehnts wiederholen.<span style=\"white-space: pre;\"> <\/span><\/p>\n<p class=\"aurora-text aurora-body\" doc-editable=\"text\" data-component-id=\"doc-1jrn5237q0\">Besonders problematisch ist dabei die doppelte Belastung f\u00fcr Unternehmen: Steigende Temperaturen senken die Produktivit\u00e4t, w\u00e4hrend gleichzeitig die Energiekosten steigen. Investitionen gehen zur\u00fcck und l\u00e4hmen so das zuk\u00fcnftige Wachstum.<span style=\"white-space: pre;\"> <\/span><\/p>\n<h2 class=\"aurora-text aurora-crosshead\" doc-editable=\"text\" data-component-id=\"doc-1jrn5361a0\">\u201e\u00dcber 30\u202f\u00b0C schmilzt die Produktivit\u00e4t\u201c<\/h2>\n<p class=\"aurora-text aurora-body\" doc-editable=\"text\" data-component-id=\"doc-1jrn5238m0\">\u201eTeile von Europa \u00e4chzen bereits unter der ersten Hitzewelle \u2013 und der Sommer kommt erst noch\u201c, sagte Ende Mai 2026 Milo Bogaerts, CEO von Allianz Trade in Deutschland, \u00d6sterreich und der Schweiz. \u201eExtreme Hitze ist l\u00e4ngst kein kurzfristiges Wetterph\u00e4nomen mehr, sondern ein struktureller wirtschaftlicher Schock. Ab Temperaturen \u00fcber 30\u202f\u00b0C schmilzt die Produktivit\u00e4t und Energiekosten steigen \u2013 das l\u00e4hmt industrielle Volkswirtschaften wie Deutschland. <b>Der gr\u00f6\u00dfte Schaden entsteht aber nicht heute, sondern morgen, denn sinkende Renditeerwartungen bremsen Investitionen<\/b> \u2013 und damit die zuk\u00fcnftige Produktivit\u00e4t und Wettbewerbsf\u00e4higkeit. Deutschland muss deshalb anfangen, mit Hitze zu planen.\u201c<span style=\"white-space: pre;\"> <\/span><\/p>\n<p class=\"aurora-text aurora-body\" doc-editable=\"text\" data-component-id=\"doc-1jrn523970\">Hitze wirkt dabei gleichzeitig \u00fcber zwei Kan\u00e4le \u2013 beide belasten Unternehmen massiv: Pro zus\u00e4tzlichem \u00b0C \u00fcber 30\u202f\u00b0C sinkt die Produktivit\u00e4t um etwa 3\u202f%. Gleichzeitig steigen die Energiekosten um etwa 1,2\u202f% pro \u00b0C durch einen h\u00f6heren K\u00fchlbedarf.<span style=\"white-space: pre;\"> <\/span><\/p>\n<h2 class=\"aurora-text aurora-crosshead\" doc-editable=\"text\" data-component-id=\"doc-1jrn53a220\">Auch der Staat verliert<span style=\"white-space: pre;\"> <\/span><\/h2>\n<p class=\"aurora-text aurora-body\" doc-editable=\"text\" data-component-id=\"doc-1jrn5239u0\">Auch f\u00fcr den Staat hat die Entwicklung Folgen: Die j\u00e4hrlichen Steuereinnahmen fallen in Deutschland rund 0,7\u202f% niedriger aus, gleichzeitig steigen Ausgaben beispielsweise f\u00fcr Gesundheit, Infrastruktur und soziale Sicherungssysteme. Im Schnitt verschlechtert sich die Haushaltslage hitzebedingt um etwa 0,9\u202f% des Bruttoinlandsprodukts (BIP) pro Jahr. Damit steht Deutschland fiskalisch besser da als Frankreich oder Italien \u2013 aber der Spielraum f\u00fcr zus\u00e4tzliche Belastungen wird enger.<\/p>\n<h2 class=\"aurora-text aurora-crosshead\" doc-editable=\"text\" data-component-id=\"doc-1jrn53cv20\">Deutliches Nord-S\u00fcdgef\u00e4lle<\/h2>\n<p class=\"aurora-text aurora-body\" doc-editable=\"text\" data-component-id=\"doc-1jrn523an0\">Im europ\u00e4ischen Vergleich zeigt sich ein deutliches Nord-S\u00fcdgef\u00e4lle. Allerdings geh\u00f6rt Deutschland zu den Volkswirtschaften, die bereits in den negativen Bereich kippen. Hazem Krichene, Senior Klima\u00f6konom bei Allianz Research: \u201eBis 2030 k\u00f6nnte die Wirtschaftsleistung durch Hitzewellen in Deutschland deutlich niedriger ausfallen: Beim BIP sind in den kommenden vier Jahren Einbu\u00dfen von bis zu 3\u202f% m\u00f6glich.\u201c<span style=\"white-space: pre;\"> <\/span><\/p>\n<p class=\"aurora-text aurora-body\" doc-editable=\"text\" data-component-id=\"doc-1jrn523b30\">Damit liegt Deutschland im europ\u00e4ischen Mittelfeld. Nordeurop\u00e4ischen L\u00e4nder wie Irland oder Finnland stehen besser da als die Bundesrepublik angesichts einer niedrigeren Ausgangstemperatur und profitieren kurzfristig noch dank h\u00f6herer Produktivit\u00e4t, geringeren Energiekosten und stabilen Energie- und Infrastruktursystemen. Allerdings ist Deutschland auch weniger stark betroffen als s\u00fcdeurop\u00e4ische Staaten wie Spanien oder Italien.<\/p>\n<h2 class=\"aurora-text aurora-crosshead\" doc-editable=\"text\" data-component-id=\"doc-1jrn53g690\">Historisch bedingt auf K\u00e4lte ausgelegt<span style=\"white-space: pre;\"> <\/span><\/h2>\n<p class=\"aurora-text aurora-body\" doc-editable=\"text\" data-component-id=\"doc-1jrn523bq0\">\u201eDeutschland ist kein Hotspot wie S\u00fcdeuropa \u2013 aber wir \u00fcberschreiten immer \u00f6fter die kritische 30-\u00b0C-Schwelle. Ab diesem Punkt drehen sich die \u00f6konomischen Effekte ins Negative\u201c, sagt Krichene. \u201eInsgesamt ist Europa historisch bedingt auf K\u00e4lte ausgelegt und auf Hitze bis heute schlecht vorbereitet \u2013 obwohl Hitzewellen in den letzten Jahren nichts Neues sind. Hier besteht Nachholbedarf im Vergleich zu anderen L\u00e4ndern wie beispielsweise die USA, die L\u00e4nder im Nahen Osten oder in Asien.\u201c<span style=\"white-space: pre;\"> <\/span><\/p>\n<p class=\"aurora-text aurora-body\" doc-editable=\"text\" data-component-id=\"doc-1jrn523c70\">Deutschland befindet sich aktuell in einer kritischen \u00dcbergangszone: Es ist nicht mehr k\u00fchl genug f\u00fcr Vorteile, aber andererseits noch nicht angepasst genug f\u00fcr gro\u00dfe Hitze.<span style=\"white-space: pre;\"> <\/span><\/p>\n<p class=\"aurora-text aurora-body\" doc-editable=\"text\" data-component-id=\"doc-1jrn523cj0\">Krichene: \u201eHei\u00dfe Regionen au\u00dferhalb Europas sind strukturell besser an extreme Hitze angepasst \u2013 obwohl die Temperaturen dort oft deutlich h\u00f6her sind als hierzulande. Das liegt vor allem daran, dass Hitze seit Jahrzehnten Teil der Planung und die Durchdringung von Klimaanlagen hoch ist. Sie haben sich bereits akklimatisiert, w\u00e4hrend Europa noch nach Anpassungsstrategien sucht, bei Geb\u00e4uden und Infrastruktur, Arbeitszeiten und Schutz der vulnerablen Bev\u00f6lkerung.\u201c<span style=\"white-space: pre;\"> <\/span><\/p>\n<p class=\"aurora-text aurora-body\" doc-editable=\"text\" data-component-id=\"doc-1jrn523d40\">W\u00e4hrend in den USA rund 90\u202f% der Haushalte klimatisiert sind, liegt die Quote in Europa bei nur etwa 19\u202f%. Gleichzeitig sind viele europ\u00e4ische Geb\u00e4ude darauf ausgelegt, W\u00e4rme zu speichern statt sie abzuleiten.<\/p>\n<h2 class=\"aurora-text aurora-crosshead\" doc-editable=\"text\" data-component-id=\"doc-1jrn53kfa0\">Hitzeresistenz: Wirtschaftsfaktor der Zukunft<\/h2>\n<p class=\"aurora-text aurora-body\" doc-editable=\"text\" data-component-id=\"doc-1jrn523dq0\">Extreme Hitze entwickelt sich zu einem entscheidenden Faktor f\u00fcr die wirtschaftliche Leistungsf\u00e4higkeit. Krichene: \u201eDie gr\u00fcne Transformation und die Anpassung an den Klimawandel sind mittlerweile zentrale Fragen der Wirtschaftspolitik, die weit \u00fcber den Umweltbereich hinausgehen. L\u00e4nder, die bei der Infrastruktur sowie beim Schutz von Unternehmen und Arbeitnehmern schneller vorankommen, werden im Vorteil sein. Europa muss Schritt halten.\u201c \u00a0\u25a0<br data-newline=\"\"\/>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.allianz-trade.de\/\">Allianz Trade<\/a> \/ jv<span style=\"white-space: pre;\"> <\/span><\/p>\n<p class=\"aurora-text aurora-body\" doc-editable=\"text\" data-component-id=\"doc-1jrn523ef0\"><b><a href=\"https:\/\/www.allianz-trade.de\/content\/dam\/onemarketing\/aztrade\/allianz-trade_de\/dokumente\/2026-05-28-allianz-trade-studie-the-economic-costs-of-extreme-heat.pdf\">Die Studie \u201eToo hot to grow The economic costs of extreme heatals\u201c als PDF-Download<\/a><span style=\"white-space: pre;\"> <\/span><\/b><\/p>\n<p class=\"aurora-text aurora-body\" doc-editable=\"text\" data-component-id=\"doc-1jrn6pe3h0\"><b>Im Kontext: <br data-newline=\"\"\/><a href=\"\/en\/meldungen\/marktdaten-klimawandel-bedarf-klimaanlagen-wird-weltweit-steigen\/\" data-entity-uuid=\"1ac6bfc1-9f40-4865-93d2-14b2819d2585\">Klimawandel: Bedarf an Klimaanlagen wird weltweit steigen<\/a><br data-newline=\"\"\/><a href=\"\/en\/gebaeudetechnik\/forschung-raeume-lassen-sich-auch-ueber-heizkoerper-kuehlen\/\" data-entity-uuid=\"69f65eb0-bd3f-4267-97a1-794b63176a60\">R\u00e4ume lassen sich auch \u00fcber Heizk\u00f6rper k\u00fchlen<\/a><\/b><br data-newline=\"\"\/><b><a href=\"\/en\/produkte\/kermi-waermepumpen-flachheizkoerper-auch-zum-kuehlen\/\" data-entity-uuid=\"9f57c243-6559-4077-b9fd-502ef077da44\">Mit W\u00e4rmepumpe und fast normalem Heizk\u00f6rper R\u00e4ume k\u00fchlen<\/a><\/b><\/p>\n<\/div>\n<p><script>\n      var cmpHosts = ['sbz-monteur',\n        'asu-arbeitsmedizin',\n        'sbz-online',\n        'diekaelte',\n        'tga-fachplaner',\n        'glaswelt',\n        'baumetall',\n        'medsach',\n        'geb-info',\n        'photovoltaik',\n        'kl-magazin',\n        'erneuerbareenergien',\n        'pveurope',\n        'gw-news',\n        'hzwei',\n        'h2-international',\n        'erneuerbareenergien',\n        'future-watt','tech-isolierung'];<\/p>\n<p>      var isCmpHost = false;\n      cmpHosts.forEach(function (cmpHost) {\n          if (window.location.host.indexOf(cmpHost) !== -1) {\n            isCmpHost = true;\n          }\n        },\n      );\n      if (!isCmpHost) {\n        (function (d, s, id) {\n          var js, fjs = d.getElementsByTagName(s)[0];\n          if (d.getElementById(id)) {\n            return;\n          }\n          js = d.createElement(s);\n          js.id = id;\n          js.src = 'https:\/\/connect.facebook.net\/de_DE\/sdk.js#xfbml=1&version=v3.0&appId=643427335691827&autoLogAppEvents=1';\/\/ https:\/\/service.arocom.de\/issues\/16666?pn=1#note-11\n          fjs.parentNode.insertBefore(js, fjs);\n        }(document, 'script', 'facebook-jssdk'));\n      } else {\n        var siteAbo = typeof window._sp_.config.targetingParams !== 'undefined' && window._sp_.config.targetingParams.site_abo;\n        if (!siteAbo) {\n          __tcfapi('addEventListener', 2, function (tcData, success) {\n            if (tcData.eventStatus === 'tcloaded' || tcData.eventStatus === 'useractioncomplete') {\n              __tcfapi('getCustomVendorConsents', 2, function (vendorConsents, success) {\n                if (success) {\n                  var ids = vendorConsents.consentedVendors.map(function (value, index) {return value['_id'];});\n                  var fbConsentGiven = ids.includes('5f58a13f95e5ca5c38b2f0d1'); \/\/ custom audience.\n                  if (fbConsentGiven) {\n                    (function (d, s, id) {\n                      var js, fjs = d.getElementsByTagName(s)[0];\n                      if (d.getElementById(id)) {\n                        return;\n                      }\n                      js = d.createElement(s);\n                      js.id = id;\n                      js.src = 'https:\/\/connect.facebook.net\/de_DE\/sdk.js#xfbml=1&version=v3.0&appId=643427335691827&autoLogAppEvents=1';\/\/ https:\/\/service.arocom.de\/issues\/16666?pn=1#note-11\n                      fjs.parentNode.insertBefore(js, fjs);\n                    }(document, 'script', 'facebook-jssdk'));\n                  } else {\n                    console.log('TCF: Facebook Vendor not consented!');\n                  }\n                }\n              });\n            }\n          });\n        }\n      }<\/p>\n<p>      console.log('FB Pixel', 'Paragraph code has been loaded.');\n    <\/script><br \/><a href=\"https:\/\/www.tga-fachplaner.de\/meldungen\/studie-extreme-hitze-kostet-milliarden-und-laehmt-wirtschaftswachstum\">source<\/a><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>G\u00fcnter Albers \u2013 stock.adobe.comMachen sich Hitzewelle am Arbeitsplatz bemerkbar, kann die Produktivit\u00e4t sinken. 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