{"id":29619,"date":"2026-07-20T13:30:54","date_gmt":"2026-07-20T12:30:54","guid":{"rendered":"https:\/\/verdaenergy.de\/waermeplanung-grossstaedte-verabschieden-sich-vom-gas\/"},"modified":"2026-07-20T13:30:54","modified_gmt":"2026-07-20T12:30:54","slug":"waermeplanung-grossstaedte-verabschieden-sich-vom-gas","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/verdaenergy.de\/en\/waermeplanung-grossstaedte-verabschieden-sich-vom-gas\/","title":{"rendered":"W\u00e4rmeplanung: Gro\u00dfst\u00e4dte ver\u00adab\u00adschie\u00adden sich vom Gas"},"content":{"rendered":"<div>\n<figure class=\"aurora-image _right _fit-frame-height-to-content\" data-tap-fullscreen=\"\" data-component-id=\"doc-1fllf325h0\">\n <img decoding=\"async\" class=\"aurora-doc-image\" alt=\"\" src=\"\/sites\/default\/files\/styles\/aurora_default\/public\/aurora\/2026\/07\/550677.jpeg?itok=uNXlO_GN\"\/><\/p>\n<p class=\"credit\" doc-editable=\"credit\">Robert Poorten &#8211; stock.adobe.com<\/p><figcaption doc-editable=\"caption\"\/>\n<\/figure>\n<p class=\"aurora-text aurora-body\" doc-editable=\"text\" data-component-id=\"doc-1dghkct6c0\"><b>Eine Finanztip-Auswertung zeigt: Die gr\u00f6\u00df\u00adten deut\u00adschen Kom\u00admu\u00adnen hal\u00adten trotz \u00c4nde\u00adrun\u00adgen am \u201dHeizungs\u00adgesetz\u201c an einer W\u00e4rme\u00adpla\u00adnung ohne Erd\u00adgas fest.<\/b><\/p>\n<p class=\"aurora-text aurora-body\" doc-editable=\"text\" data-component-id=\"doc-1jtktgo9u0\">Alle 16 untersuchten St\u00e4dte, darunter Berlin, Hamburg und M\u00fcnchen, beschreiben in ihren W\u00e4rmepl\u00e4nen einen deutlichen k\u00fcnftigen R\u00fcckgang des fossilen Erdgases. \u201eUnsere Auswertung der W\u00e4rmepl\u00e4ne der Gro\u00dfst\u00e4dte zeigt klar, wohin die Reise geht: weg vom fossilen Gas, hin zu klimafreundlichen Alternativen\u201c, sagt Sandra Duy, Finanztip-Expertin f\u00fcr energetische Sanierung.<\/p>\n<p class=\"aurora-text aurora-body\" doc-editable=\"text\" data-component-id=\"doc-1jtkue1i40\">\u00dcberwiegend folgt die Planung zwei Heizpfaden: Fernw\u00e4rme in dicht bebauten Quartieren sowie W\u00e4rmepumpen und andere dezentrale L\u00f6sungen in weniger dicht besiedelten Gebieten.\u00a0Demgegen\u00fcber spielen biogene Brennstoffe wie Biomethan oder Bio-\u00d6l in den ausgewerteten W\u00e4rmepl\u00e4nen bislang nur eine Nebenrolle.<\/p>\n<p class=\"aurora-text aurora-body\" doc-editable=\"text\" data-component-id=\"doc-1jtkugfrg0\">Mindestens 10 St\u00e4dte sprechen ausdr\u00fccklich von Transformation, Verschlankung oder geordnetem R\u00fcckbau der Gasinfrastruktur. Der Befund f\u00e4llt in eine politisch sensible Phase: Das Geb\u00e4udemodernisierungsgesetz gibt Eigent\u00fcmern wieder mehr Freiheit beim Heizungstausch. Gas- und \u00d6lheizungen bleiben zul\u00e4ssig, allerdings nur bei steigendem Einsatz biogener Brennstoffe.<\/p>\n<h2 class=\"aurora-text aurora-crosshead\" doc-editable=\"text\" data-component-id=\"doc-1jtkuhvhg0\">Kommunen warnen vor mehr Unsicherheit durch Gesetzesreform<\/h2>\n<p class=\"aurora-text aurora-body\" doc-editable=\"text\" data-component-id=\"doc-1jtkui03o0\">Die R\u00fcckmeldungen der Kommunen zeigen: Viele St\u00e4dte sehen in den \u00c4nderungen weniger eine neue Chance als vielmehr ein zus\u00e4tzliches Umsetzungsrisiko.\u00a0D\u00fcsseldorf, Hamburg, Bonn und Mannheim bewerten Wasserstoff, Biomethan und andere gr\u00fcne Gase f\u00fcr die Geb\u00e4udew\u00e4rme weiterhin kritisch \u2013 wegen hoher Kosten, begrenzter Verf\u00fcgbarkeit, geringer Wirtschaftlichkeit oder Risiken f\u00fcr die Versorgungssicherheit. Leipzig, Essen, Wuppertal und Bielefeld warnen vor Verz\u00f6gerungen bei der W\u00e4rmewende, M\u00fcnchen vor zus\u00e4tzlicher Verunsicherung und steigendem Beratungsbedarf. \u201eDie St\u00e4dte halten aktuell an ihren Transformationspfaden fest. Sie sehen derzeit nicht, dass gr\u00fcne Gase die tragende L\u00f6sung f\u00fcr die W\u00e4rmeversorgung im Geb\u00e4udebestand werden\u201c, so Duy.<\/p>\n<p class=\"aurora-text aurora-body\" doc-editable=\"text\" data-component-id=\"doc-1jtkujin00\">Finanztip empfiehlt Eigent\u00fcmern, die aktuell eine Gasheizung einbauen m\u00f6chten, nicht nur auf das Heizungsgesetz zu schauen, sondern auch auf den W\u00e4rmeplan ihrer Stadt. Au\u00dferdem sollten sie unabh\u00e4ngige Beratungsangebote nutzen. \u201eWer heute trotzdem eine neue fossile Heizung einbaut, geht ein echtes Risiko ein: steigende Brennstoffkosten, ein h\u00f6herer CO<sub>2<\/sub>-Preis, wachsende Netzentgelte und unsichere Perspektiven bei biogenen Brennstoffen k\u00f6nnen das Heizen in den n\u00e4chsten Jahren deutlich verteuern\u201c, so Duy.<\/p>\n<h2 class=\"aurora-text aurora-crosshead\" doc-editable=\"text\" data-component-id=\"doc-1jtkumju70\">Gro\u00dfst\u00e4dte schneller klimaneutral als der Bund<\/h2>\n<p class=\"aurora-text aurora-body\" doc-editable=\"text\" data-component-id=\"doc-1jtkuml250\">Auff\u00e4llig ist, dass viele Gro\u00dfst\u00e4dte schneller klimaneutral werden wollen als der Bund: elf der 16\u00a0untersuchten St\u00e4dte verfolgen kommunale Klimaziele vor 2045, darunter D\u00fcsseldorf, K\u00f6ln, M\u00fcnchen, Stuttgart und Bonn mit Zieljahr\u00a02035 sowie Bremen und Leipzig mit Zieljahr 2038. Hamburg, N\u00fcrnberg, Bielefeld und Mannheim orientieren sich an 2040. Auch deshalb sehen Kommunen die Gefahr, dass zus\u00e4tzliche Unsicherheit bei der Heizungswahl ihre eigenen Zeitpl\u00e4ne gef\u00e4hrdet. Nur f\u00fcnf der untersuchten St\u00e4dte richten sich ausschlie\u00dflich am bundesweiten Zieljahr 2045 aus. Das W\u00e4rmeplanungsgesetz vom 1.\u00a0Januar 2024 sieht vor, dass alle Kommunen in Deutschland Konzepte f\u00fcr eine treibhausneutrale W\u00e4rmeversorgung sp\u00e4testens im Jahr\u00a02045 vorlegen. Die Frist f\u00fcr die betrachteten gr\u00f6\u00dferen Gemeinden mit mehr als 100.000 Einwohnern war der 30.\u00a0Juni 2026.<\/p>\n<div class=\"aurora-container\" doc-container=\"main\" data-doc-label=\"Container\" data-component-id=\"doc-1go8fnhk70\" style=\"background-color: rgba(241, 234, 223, 0.6);\">\n<h4 class=\"aurora-text aurora-crosshead-h4\" doc-editable=\"text\" data-component-id=\"doc-1go8fpa7h0\">Zur Auswertung<\/h4>\n<p class=\"aurora-text aurora-body\" doc-editable=\"text\" data-component-id=\"doc-1go8fo8gv0\">Grundlage der Auswertung sind 16 W\u00e4rmepl\u00e4ne beziehungsweise ver\u00f6ffentlichte Entw\u00fcrfe der gr\u00f6\u00dften deutschen Kommunen. Ber\u00fccksichtigt wurden Berlin, Hamburg, M\u00fcnchen, K\u00f6ln, D\u00fcsseldorf, Stuttgart, Leipzig, Bremen, Essen, N\u00fcrnberg, Hannover, Duisburg, Wuppertal, Bielefeld, Bonn und Mannheim. Insgesamt leben in diesen St\u00e4dten rund 14\u00a0Mio. Einwohner.<\/p>\n<p class=\"aurora-text aurora-body\" doc-editable=\"text\" data-component-id=\"doc-1jtkuq02a1\">Die Auswertung bildet den kommunalen Planungsstand zum Zeitpunkt der Erstellung der W\u00e4rmepl\u00e4ne ab. Diese Pl\u00e4ne entstanden noch unter den bisherigen Vorgaben des Geb\u00e4udeenergiegesetzes.<\/p>\n<p class=\"aurora-text aurora-body\" doc-editable=\"text\" data-component-id=\"doc-1jtkuq3lq1\">Die kommunalen W\u00e4rmepl\u00e4ne wurden systematisch nach denselben Kriterien ausgewertet, unter anderem hinsichtlich Fernw\u00e4rme, Gas, Wasserstoff, biogener Brennstoffe und dezentraler W\u00e4rmeversorgung. Zudem wurden die Kommunen gefragt, inwiefern sie ihre W\u00e4rmepl\u00e4ne durch das neue Geb\u00e4udemodernisierungsgesetz beeinflusst sehen. Darauf antworteten 9\u00a0der 16\u00a0Kommunen.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"aurora-text aurora-body\" doc-editable=\"text\" data-component-id=\"doc-1jtkurt6m0\">Quelle: <a href=\"https:\/\/www.finanztip.de\/\">Finanztip<\/a> \/ ml<\/p>\n<\/div>\n<p><a href=\"https:\/\/www.geb-info.de\/kommunen-und-quartier\/waermeplanung-grossstaedte-verabschieden-sich-vom-gas\">source<\/a><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Robert Poorten &#8211; stock.adobe.com Eine Finanztip-Auswertung zeigt: Die gr\u00f6\u00df\u00adten deut\u00adschen Kom\u00admu\u00adnen hal\u00adten trotz \u00c4nde\u00adrun\u00adgen am \u201dHeizungs\u00adgesetz\u201c an einer W\u00e4rme\u00adpla\u00adnung ohne Erd\u00adgas fest. 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