{"id":29777,"date":"2026-08-04T15:49:52","date_gmt":"2026-08-04T14:49:52","guid":{"rendered":"https:\/\/verdaenergy.de\/buergerinitiativen-sind-aktiv-fuer-berliner-waermewende\/"},"modified":"2026-08-04T15:49:52","modified_gmt":"2026-08-04T14:49:52","slug":"buergerinitiativen-sind-aktiv-fuer-berliner-waermewende","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/verdaenergy.de\/en\/buergerinitiativen-sind-aktiv-fuer-berliner-waermewende\/","title":{"rendered":"B\u00fcrger\u00adini\u00adtia\u00adti\u00adven sind aktiv f\u00fcr Ber\u00adli\u00adner W\u00e4rmewende"},"content":{"rendered":"<div>\n<figure class=\"aurora-image _right _fit-frame-height-to-content\" data-tap-fullscreen=\"\" data-component-id=\"doc-1jukg7pv60\">\n <img decoding=\"async\" class=\"aurora-doc-image\" alt=\"Wie sich Berlin zuk\u00fcnftig mit W\u00e4rme versorgen kann: Die lila und rosa markierten Pr\u00fcfgebiete eignen sich f\u00fcr W\u00e4rmenetze, aber es ist noch offen, welche Akteure hier ein Netz betreiben k\u00f6nnen. (Ausschnitt aus der Karte zu den voraussichtlichen W\u00e4rmeversorgungsgebieten 2045.)\" src=\"\/sites\/default\/files\/styles\/aurora_default\/public\/aurora\/2026\/07\/553227.jpeg?itok=nviwTVty\"\/><\/p>\n<p class=\"credit\" doc-editable=\"credit\">Berliner Geoportal, SenStadt und SenMVKU 2026<\/p><figcaption doc-editable=\"caption\">Wie sich Berlin zuk\u00fcnftig mit W\u00e4rme versorgen kann: Die lila und rosa markierten Pr\u00fcfgebiete eignen sich f\u00fcr W\u00e4rmenetze, aber es ist noch offen, welche Akteure hier ein Netz betreiben k\u00f6nnen. (Ausschnitt aus der Karte zu den voraussichtlichen W\u00e4rmeversorgungsgebieten 2045.)<\/figcaption><\/figure>\n<p class=\"aurora-text aurora-body\" doc-editable=\"text\" data-component-id=\"doc-1jnc7s3em0\"><b>Nahw\u00e4rme ist in Berlin f\u00fcr knapp ein F\u00fcnftel der Stadt\u00adfl\u00e4che m\u00f6g\u00adlich \u2013 B\u00fcrger\u00adini\u00adtia\u00adti\u00adven trei\u00adben lokale L\u00f6sun\u00adgen voran, brau\u00adchen aber Unter\u00adst\u00fctzung.<span style=\"white-space: pre;\"> <\/span><\/b><\/p>\n<p class=\"aurora-text aurora-body\" doc-editable=\"text\" data-component-id=\"doc-1hjp71i0j7\">Rund ein F\u00fcnftel der beheizten Fl\u00e4che in Berlin eignet sich laut W\u00e4rmeplan f\u00fcr Quartiersw\u00e4rmenetze. Dort k\u00f6nnten kleinere Nahw\u00e4rmenetze mit Abw\u00e4rme, Geothermie oder anderen lokalen Quellen k\u00fcnftig Gas- und \u00d6lheizungen ersetzen. Als Betreiber kommen unter anderem lokale B\u00fcrgerinitiativen infrage. Der Berliner Aktionskreis Energie e.\u00a0V. (AkE) vernetzt solche Initiativen.<span style=\"white-space: pre;\"> <\/span><\/p>\n<p class=\"aurora-text aurora-body\" doc-editable=\"text\" data-component-id=\"doc-1jumc5np51\">Welche H\u00fcrden ihnen im Weg stehen und welche Unterst\u00fctzung sie ben\u00f6tigen, ermittelte ein Workshop des Projekts \u201eW\u00e4rmewende Sch\u00f6neberger Norden\u201c (W\u00e4rmSch\u00f6N). Er fand im Rahmen eines AkE-Vernetzungstreffens im Juni am Institut f\u00fcr \u00f6kologische Wirtschaftsforschung (I\u00d6W) statt. Insbesondere zeigte sich, dass die Initiativen bereits weit vor der eigentlichen Umsetzung finanzielle Unterst\u00fctzung und Beratung ben\u00f6tigen, etwa um Gutachten und Machbarkeitsstudien in Auftrag zu geben oder L\u00f6sungen fundiert bewerten zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<h2 class=\"aurora-text aurora-crosshead\" doc-editable=\"text\" data-component-id=\"doc-1jumc5htb0\">Berlin braucht Quartiersw\u00e4rme \u2013 doch wer k\u00f6nnte Nahw\u00e4rmenetze betreiben?<\/h2>\n<p class=\"aurora-text aurora-body\" doc-editable=\"text\" data-component-id=\"doc-1jumc5d660\">Viele Menschen in der Stadt fragen sich, wie sie k\u00fcnftig heizen werden. Die Ergebniskarte des Berliner W\u00e4rmeplans zeigt, welche Versorgungsl\u00f6sungen f\u00fcr welche Geb\u00e4udebl\u00f6cke priorisiert werden. In sogenannten Pr\u00fcfgebieten, die 18\u00a0% der beheizten Fl\u00e4che ausmachen, k\u00f6nnten Nahw\u00e4rmenetze mehrere Geb\u00e4ude oder ein ganzes Quartier mit W\u00e4rme versorgen. Daf\u00fcr kommen W\u00e4rmequellen wie Abwasserw\u00e4rme, Geothermie oder Solarthermie infrage. Zus\u00e4tzlich k\u00f6nnten Quartiersw\u00e4rmenetze auch dort interessant sein, wo die Fernw\u00e4rme erst sehr sp\u00e4t ausgebaut werden soll. Die zentrale offene Frage f\u00fcr all diese Gebiete lautet: Welche Akteure k\u00f6nnten dort ein W\u00e4rmenetz betreiben? Neben den Berliner Stadtwerken und anderen W\u00e4rmeversorgern k\u00f6nnen auch Energiegenossenschaften diese Aufgabe \u00fcbernehmen.<\/p>\n<p class=\"aurora-text aurora-body\" doc-editable=\"text\" data-component-id=\"doc-1jumc5d6g0\">\u201eIn Berlin gibt es bereits erste Initiativen, die sozialvertr\u00e4gliche Nahw\u00e4rme in ihrem Kiez umsetzen wollen und damit einen wichtigen Beitrag f\u00fcr die W\u00e4rmewende leisten\u201c, sagt W\u00e4rmewende-Expertin Dr. Julika Wei\u00df vom I\u00d6W, Co-Leiterin des Projekts W\u00e4rmSch\u00f6N, das vom Bundesministerium f\u00fcr Wirtschaft und Energie gef\u00f6rdert wird.<\/p>\n<h2 class=\"aurora-text aurora-crosshead\" doc-editable=\"text\" data-component-id=\"doc-1jumc5tfh0\">Anschubfinanzierung und Beratung n\u00f6tig<\/h2>\n<p class=\"aurora-text aurora-body\" doc-editable=\"text\" data-component-id=\"doc-1jumc5d760\">Im Workshop des Projekts W\u00e4rmSch\u00f6N diskutierten sieben Nahw\u00e4rme-Initiativen aus den Bezirken Tempelhof-Sch\u00f6neberg, Steglitz-Zehlendorf und Charlottenburg-Wilmersdorf \u00fcber Erfolgsfaktoren und Unterst\u00fctzungsbedarfe. \u201eDer Austausch zeigte das enorme Engagement von B\u00fcrger:innen in den Initiativen, um vor Ort weitere Mitstreiter:innen zu gewinnen und um konkrete L\u00f6sungsans\u00e4tze f\u00fcr die W\u00e4rmeversorgung zu entwickeln\u201c, betont Wei\u00df. Eine gro\u00dfe H\u00fcrde f\u00fcr die Initiativen ist jedoch die Finanzierung von Gutachten und Machbarkeitsstudien, um aus ersten Ideen konkrete L\u00f6sungen zu entwickeln. Derzeit fehlen diese F\u00f6rdermittel, auch weil der Bund sein F\u00f6rderprogramm zur energetischen Stadtsanierung (KfW\u00a0432) erneut gestoppt hat. Darauf hatten einige Initiativen gesetzt, die nun nach neuen Finanzierungsm\u00f6glichkeiten suchen.<\/p>\n<p class=\"aurora-text aurora-body\" doc-editable=\"text\" data-component-id=\"doc-1jumc5d7g0\">Zudem sind Beratung und Unterst\u00fctzung durch die Bezirks\u00e4mter bei Initiierung, Planung und Umsetzung f\u00fcr viele Initiativen sehr wichtig. Diese k\u00f6nnen die Bezirke aber nur eingeschr\u00e4nkt leisten, da sie personell nicht ausreichend ausgestattet sind.<\/p>\n<p class=\"aurora-text aurora-body\" doc-editable=\"text\" data-component-id=\"doc-1jumc5d7s0\">\u201eIm W\u00e4rmeplan wird deutlich, dass Berlin die Bedeutung von Nahw\u00e4rme-Initiativen erkannt hat. Das ist positiv zu bewerten. Nun kommt es darauf an, dass die im W\u00e4rmeplan genannten Ma\u00dfnahmen zur Unterst\u00fctzung von b\u00fcrgerschaftlichen Nahw\u00e4rmeprojekten tats\u00e4chlich bald umgesetzt werden\u201c, so Wei\u00df. Eine erste wichtige Ma\u00dfnahme hat das Land bereits ergriffen: Berlin hat mit der W\u00e4rmewendeagentur eine neue Beratungsstelle geschaffen, an die sich B\u00fcrger*innen wenden k\u00f6nnen \u2013 etwa mit Fragen zur Gr\u00fcndung einer Initiative f\u00fcr Quartiersw\u00e4rme.<\/p>\n<h2 class=\"aurora-text aurora-crosshead\" doc-editable=\"text\" data-component-id=\"doc-1jumc61ia0\">\u201eIdealer Zeitpunkt, um Nahw\u00e4rme-Initiative zu gr\u00fcnden\u201c<\/h2>\n<p class=\"aurora-text aurora-body\" doc-editable=\"text\" data-component-id=\"doc-1jumc5d8j0\">\u201eJetzt ist ein idealer Zeitpunkt, um eine Nahw\u00e4rme-Initiative zu gr\u00fcnden, weil das Interesse der B\u00fcrger:innen an ihrer zuk\u00fcnftigen W\u00e4rmeversorgung zurzeit gro\u00df ist\u201c, sagt Manuela Gabriel, Vorstandsmitglied des AkE. Sie selbst ist in der Initiative W\u00e4rmewende Friedenau aktiv. \u201eWir engagieren uns ehrenamtlich f\u00fcr ein Nahw\u00e4rmenetz und sind in der Nachbarschaft unterwegs, um weitere Menschen f\u00fcr diese tolle M\u00f6glichkeit des klimaneutralen Heizens zu begeistern. Denn nur, wenn sich gen\u00fcgend Interessierte finden, ist ein Quartiersw\u00e4rmeanschluss preiswert umsetzbar.\u201c<\/p>\n<p class=\"aurora-text aurora-body\" doc-editable=\"text\" data-component-id=\"doc-1jumc5d8v0\">Der AkE organisiert berlinweite Vernetzungstreffen der W\u00e4rmenetz-Initiativen, um die Ehrenamtlichen durch einen Erfahrungsaustausch zu st\u00e4rken. Das n\u00e4chste Treffen findet am 17. September 2026 am I\u00d6W in der Potsdamer Stra\u00dfe statt. Interessierte k\u00f6nnen sich hier anmelden.<\/p>\n<h2 class=\"aurora-text aurora-crosshead\" doc-editable=\"text\" data-component-id=\"doc-1jumc6i0r0\">Soziale L\u00f6sungen vor Ort ansto\u00dfen<\/h2>\n<p class=\"aurora-text aurora-body\" doc-editable=\"text\" data-component-id=\"doc-1jumc5d9m0\">Die bisherigen Initiativen sind h\u00e4ufig in Gebieten aktiv, in denen viele Menschen in Wohneigentum leben. Doch was ist mit Quartieren, in denen die meisten Menschen zur Miete wohnen? Um auch f\u00fcr solche Gebiete einen Ansto\u00df zu geben, will das Forschungsprojekt W\u00e4rmSch\u00f6N im Sch\u00f6neberger Norden mit Anwohnenden und lokalen Akteuren \u00fcber eine sozial gerechte W\u00e4rmeversorgung diskutieren. Im Fokus stehen vor allem solche Wohnbl\u00f6cke, in denen ein Ausbau der Fernw\u00e4rme gar nicht oder erst nach 2040 geplant ist. F\u00fcr sozialvertr\u00e4gliche W\u00e4rme sind dort gemeinwohlorientierte L\u00f6sungen wie eine genossenschaftlich getragene Nahw\u00e4rme vielversprechend. Begleitet durch die Anwohnenden-Initiative \u201eAG W\u00e4rmewende\u201c im Sch\u00f6neberger Norden wollen die Forschenden die Bed\u00fcrfnisse der Menschen vor Ort fr\u00fchzeitig in die Entwicklung m\u00f6glicher L\u00f6sungen f\u00fcr die W\u00e4rmeversorgung einbeziehen und Wege aufzeigen, wie sich auch Mietende beteiligen k\u00f6nnen.<\/p>\n<div class=\"aurora-container\" doc-container=\"main\" data-doc-label=\"Container\" data-component-id=\"doc-1jumc18990\" style=\"background-color: rgba(239, 45, 11, 0.05);\">\n<h4 class=\"aurora-text aurora-crosshead-h4\" doc-editable=\"text\" data-component-id=\"doc-1jumc1o4h0\">\u00dcber das Projekt W\u00e4rmSch\u00f6N<\/h4>\n<p class=\"aurora-text aurora-body\" doc-editable=\"text\" data-component-id=\"doc-1jumc1go81\">Im Projekt W\u00e4rmSch\u00f6N entwickelt das I\u00d6W zusammen mit dem Bezirksamt Tempelhof-Sch\u00f6neberg, der Technischen Universit\u00e4t Berlin, der Gewobag ED, der AG W\u00e4rmewende des Quartiersrats Sch\u00f6neberger Norden und der Senatsverwaltung f\u00fcr Mobilit\u00e4t, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt (SenMVKU) Blaupausen f\u00fcr Quartiersl\u00f6sungen zur Umsetzung der W\u00e4rmeplanung vor allem in dicht bebauten innerst\u00e4dtischen Nachbarschaften. Die Ergebnisse sollen auch anderen Quartieren in Berlin und dar\u00fcber hinaus Orientierung bieten.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"aurora-text aurora-body\" doc-editable=\"text\" data-component-id=\"doc-1jumbt2nt0\">Quelle: <a href=\"\/en\/ioew.de\/\">I\u00d6W<\/a> \/ <a href=\"http:\/\/www.aktionskreis-energie.de\">Aktionskreis Energie<\/a> \/ ml<\/p>\n<\/div>\n<p><script>\n      var cmpHosts = ['sbz-monteur',\n        'asu-arbeitsmedizin',\n        'sbz-online',\n        'diekaelte',\n        'tga-fachplaner',\n        'glaswelt',\n        'baumetall',\n        'medsach',\n        'geb-info',\n        'photovoltaik',\n        'kl-magazin',\n        'erneuerbareenergien',\n        'pveurope',\n        'gw-news',\n        'hzwei',\n        'h2-international',\n        'erneuerbareenergien',\n        'future-watt','tech-isolierung'];<\/p>\n<p>      var isCmpHost = false;\n      cmpHosts.forEach(function (cmpHost) {\n          if (window.location.host.indexOf(cmpHost) !== -1) {\n            isCmpHost = true;\n          }\n        },\n      );\n      if (!isCmpHost) {\n        (function (d, s, id) {\n          var js, fjs = d.getElementsByTagName(s)[0];\n          if (d.getElementById(id)) {\n            return;\n          }\n          js = d.createElement(s);\n          js.id = id;\n          js.src = 'https:\/\/connect.facebook.net\/de_DE\/sdk.js#xfbml=1&version=v3.0&appId=643427335691827&autoLogAppEvents=1';\/\/ https:\/\/service.arocom.de\/issues\/16666?pn=1#note-11\n          fjs.parentNode.insertBefore(js, fjs);\n        }(document, 'script', 'facebook-jssdk'));\n      } else {\n        var siteAbo = typeof window._sp_.config.targetingParams !== 'undefined' && window._sp_.config.targetingParams.site_abo;\n        if (!siteAbo) {\n          __tcfapi('addEventListener', 2, function (tcData, success) {\n            if (tcData.eventStatus === 'tcloaded' || tcData.eventStatus === 'useractioncomplete') {\n              __tcfapi('getCustomVendorConsents', 2, function (vendorConsents, success) {\n                if (success) {\n                  var ids = vendorConsents.consentedVendors.map(function (value, index) {return value['_id'];});\n                  var fbConsentGiven = ids.includes('5f58a13f95e5ca5c38b2f0d1'); 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