{"id":29841,"date":"2026-08-13T16:30:58","date_gmt":"2026-08-13T15:30:58","guid":{"rendered":"https:\/\/verdaenergy.de\/studie-zeigt-die-saeulen-der-waermewende-auf\/"},"modified":"2026-08-13T16:30:58","modified_gmt":"2026-08-13T15:30:58","slug":"studie-zeigt-die-saeulen-der-waermewende-auf","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/verdaenergy.de\/en\/studie-zeigt-die-saeulen-der-waermewende-auf\/","title":{"rendered":"Studie zeigt die S\u00e4ulen der W\u00e4rme\u00adwende auf"},"content":{"rendered":"<div>\n<p class=\"aurora-text aurora-body\" doc-editable=\"text\" data-component-id=\"doc-1dghkct6c0\"><b>Eine Studie best\u00e4tigt die zentrale Rolle von W\u00e4r\u00adme\u00adpum\u00adpen und W\u00e4r\u00adme\u00adnetzen f\u00fcr die W\u00e4r\u00adme\u00adver\u00adsor\u00adgung bis 2045. Doch es gibt noch L\u00fccken.<\/b><\/p>\n<div class=\"aurora-container\" doc-container=\"main\" data-doc-label=\"Container\" data-component-id=\"doc-1go8fnhk70\" style=\"background-color: rgba(241, 234, 223, 0.6);\">\n<figure class=\"aurora-image _fit-frame-height-to-content\" data-tap-fullscreen=\"\" data-component-id=\"doc-1fllf325h0\">\n <img decoding=\"async\" class=\"aurora-doc-image\" alt=\"Endenergiebedarf W\u00e4rme nach Energietr\u00e4gern der ausgewerteten kommunalen W\u00e4rmeplanungen f\u00fcr W\u00e4rme bis 2045.\" src=\"\/sites\/default\/files\/styles\/aurora_default\/public\/aurora\/2026\/08\/555519.jpeg?itok=YUqPGi4T\"\/><\/p>\n<p class=\"credit\" doc-editable=\"credit\">\u00d6ko-Institut &amp; Fraunhofer ISE<\/p><figcaption doc-editable=\"caption\">Endenergiebedarf W\u00e4rme nach Energietr\u00e4gern der ausgewerteten kommunalen W\u00e4rmeplanungen f\u00fcr W\u00e4rme bis 2045.<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n<p class=\"aurora-text aurora-body\" doc-editable=\"text\" data-component-id=\"doc-1jvo867sr0\">Die zweite Ausgabe der Studie \u201eKommunale W\u00e4rmeplanung in Deutschland\u201c vom Fraunhofer-Institut f\u00fcr Solare Energiesysteme ISE und vom \u00d6ko-Institut basiert auf einer deutlich breiteren Datenbasis als die erste Auswertung vom Mai 2025. Diesmal wurden rund 380 W\u00e4rmepl\u00e4ne ausgewertet, die etwa 940 Kommunen abdecken. Die Mehrheit der neu einbezogenen W\u00e4rmepl\u00e4ne wurde bereits auf Grundlage des W\u00e4rmeplanungsgesetzes erstellt.<\/p>\n<h2 class=\"aurora-text aurora-crosshead\" doc-editable=\"text\" data-component-id=\"doc-1jvoaue430\">W\u00e4rmepumpen und W\u00e4rmenetze decken 2045 rund vier F\u00fcnftel des W\u00e4rmebedarfs<\/h2>\n<p class=\"aurora-text aurora-body\" doc-editable=\"text\" data-component-id=\"doc-1jvoasv7h0\">\u201eDie deutlich breitere Datenbasis best\u00e4tigt: W\u00e4rmepumpen und W\u00e4rmenetze bilden das R\u00fcckgrat der kommunalen W\u00e4rmewende. Damit haben die Kommunen eine gute Grundlage f\u00fcr ihre Infrastrukturplanung \u2013 vom Ausbau der Strom- und W\u00e4rmenetze bis zum k\u00fcnftigen Umgang mit den Gasverteilnetzen\u201c, sagt Marc Stobbe, Energieexperte am \u00d6ko-Institut. \u201eTransparente und belastbare Annahmen zur Prozessw\u00e4rme und konkrete Vorgaben etwa zur Nutzung von Biomasse w\u00fcrden die Planungen noch deutlich verbessern.\u201c<\/p>\n<p class=\"aurora-text aurora-body\" doc-editable=\"text\" data-component-id=\"doc-1jvoasv7v0\">Die untersuchten Kommunen planen bis 2045 einen weitgehenden Ausstieg aus Erdgas und Heiz\u00f6l. An deren Stelle treten vor allem W\u00e4rmepumpen und W\u00e4rmenetze. W\u00e4rmepumpen sollen 2045 rund 42\u00a0% der W\u00e4rmeversorgung abdecken, die leitungsgebundene W\u00e4rmeversorgung (W\u00e4rmenetze) rund 37\u00a0%. In kleineren und mittleren Kommunen spielen dezentrale W\u00e4rmepumpen eine besonders wichtige Rolle, w\u00e4hrend gr\u00f6\u00dfere und dichter bebaute St\u00e4dte st\u00e4rker auf W\u00e4rmenetze setzen.<\/p>\n<h2 class=\"aurora-text aurora-crosshead\" doc-editable=\"text\" data-component-id=\"doc-1jvoaubdj0\">Erzeugungsmix der W\u00e4rmenetze bleibt h\u00e4ufig offen<\/h2>\n<p class=\"aurora-text aurora-body\" doc-editable=\"text\" data-component-id=\"doc-1jvoasv8k0\">Bereits heute verf\u00fcgen 71\u00a0% der untersuchten Kommunen \u00fcber mindestens ein W\u00e4rmenetz. Bis 2030 soll dieser Anteil auf 91\u00a0% und bis 2035 auf 95\u00a0% steigen. Gleichzeitig soll der Anteil der \u00fcber W\u00e4rmenetze bereitgestellten W\u00e4rme in diesen Kommunen von derzeit rund 15\u00a0% auf 38\u00a0% im Jahr 2045 wachsen.<\/p>\n<p class=\"aurora-text aurora-body\" doc-editable=\"text\" data-component-id=\"doc-1jvoasv910\">\u201eImmer mehr Kommunen setzen auf W\u00e4rmenetze, allerdings fehlen in mehr als der H\u00e4lfte der W\u00e4rmepl\u00e4ne Angaben dazu, wie die W\u00e4rmeerzeugung f\u00fcr die W\u00e4rmenetze zuk\u00fcnftig erfolgen soll. Dort, wo Angaben vorliegen, kombinieren die kommunalen W\u00e4rmepl\u00e4ne f\u00fcr W\u00e4rmenetze am h\u00e4ufigsten W\u00e4rmepumpen und biogene Energietr\u00e4ger. Erg\u00e4nzt werden diese durch lokalspezifische L\u00f6sungen, die industrielle Abw\u00e4rme und Geothermie nutzen\u201c, sagt Dr. Jessica Thomsen, Projektleiterin am Fraunhofer ISE. Die Ergebnisse zeigen zugleich, dass es keinen einheitlichen Transformationspfad gibt: Lokale W\u00e4rmequellen, bestehende Infrastrukturen, Siedlungsdichte und strategische Entscheidungen bestimmen, welche L\u00f6sungen vor Ort besonders geeignet sind.<\/p>\n<h2 class=\"aurora-text aurora-crosshead\" doc-editable=\"text\" data-component-id=\"doc-1jvoau1dc0\">Sanierungsannahmen beeinflussen die Infrastrukturplanung<\/h2>\n<p class=\"aurora-text aurora-body\" doc-editable=\"text\" data-component-id=\"doc-1jvoasv9m0\">\u00dcber alle ausgewerteten W\u00e4rmepl\u00e4ne hinweg sinkt der angenommene Endenergiebedarf f\u00fcr W\u00e4rme bis 2045 um rund 32\u00a0%. Zwei Drittel der untersuchten Kommunen setzen dabei f\u00fcr ihre Geb\u00e4ude eine j\u00e4hrliche Sanierungsrate voraus, die \u00fcber dem historischen Vergleichswert von etwa 1\u00a0% liegt. Ob und unter welchen Rahmenbedingungen diese h\u00f6heren Sanierungsraten erreicht werden k\u00f6nnen, bleibt jedoch vielfach offen. Die Forschenden empfehlen deshalb, die zentralen Bedarfsannahmen transparent darzustellen und bei der Infrastrukturplanung auch weniger ambitionierte Sanierungsverl\u00e4ufe zu ber\u00fccksichtigen.<\/p>\n<h2 class=\"aurora-text aurora-crosshead\" doc-editable=\"text\" data-component-id=\"doc-1jvoau3n40\">Biomasseverbrauch liegt vielerorts \u00fcber den lokalen Potenzialen<\/h2>\n<p class=\"aurora-text aurora-body\" doc-editable=\"text\" data-component-id=\"doc-1jvoasvac0\">Die erweiterte Auswertung bekr\u00e4ftigt die Zielkonflikte bei der Nutzung biogener Energietr\u00e4ger. Erstmals wurde neben dezentralen Heizungen auch die Biomassenutzung in W\u00e4rmenetzen ber\u00fccksichtigt, soweit entsprechende Angaben vorlagen. In 63\u00a0% der untersuchten Kommunen liegt der f\u00fcr 2045 geplante Verbrauch biogener Energietr\u00e4ger \u00fcber dem jeweils lokal ausgewiesenen Potenzial. Summiert man die ausgewerteten Pl\u00e4ne, \u00fcbersteigt der geplante Verbrauch das Potenzial um fast 40\u00a0%. Die Kommunen gehen damit teilweise davon aus, Biomasse aus anderen Regionen oder aus dem Ausland beziehen zu k\u00f6nnen. Werden solche Annahmen gleichzeitig in einer Vielzahl von W\u00e4rmepl\u00e4nen getroffen, k\u00f6nnen Nutzungskonkurrenzen entstehen.<\/p>\n<p class=\"aurora-text aurora-body\" doc-editable=\"text\" data-component-id=\"doc-1jvoasvan0\">Hinzu kommt, dass die W\u00e4rmepl\u00e4ne unterschiedliche Begriffe und Abgrenzungen f\u00fcr Biomassepotenziale verwenden. Nicht immer ist nachvollziehbar, welche Reststoffe, Fl\u00e4chen oder Holzsortimente einbezogen und welche Nachhaltigkeitsanforderungen ber\u00fccksichtigt werden. F\u00fcr eine belastbarere \u00fcberregionale Planung sind deshalb einheitlichere Definitionen und Kriterien erforderlich.<\/p>\n<h2 class=\"aurora-text aurora-crosshead\" doc-editable=\"text\" data-component-id=\"doc-1jvoau6h30\">Prozessw\u00e4rme wird nicht ausreichend betrachtet<\/h2>\n<p class=\"aurora-text aurora-body\" doc-editable=\"text\" data-component-id=\"doc-1jvoasvbe0\">F\u00fcr rund zwei Drittel der untersuchten Kommunen enthalten die W\u00e4rmepl\u00e4ne Angaben zum W\u00e4rmebedarf f\u00fcr Industrie sowie Gewerbe, Handel und Dienstleistungen. Der Anteil dieses Bedarfs am gesamten W\u00e4rmebedarf liegt in den betreffenden Kommunen im Durchschnitt bei rund 27\u00a0%. In stark industriell gepr\u00e4gten Kommunen kann er mehr als die H\u00e4lfte des gesamten W\u00e4rmebedarfs ausmachen. Trotz dieser Bedeutung unterscheiden die W\u00e4rmepl\u00e4ne nur selten zwischen Raumw\u00e4rme, Warmwasser und industrieller Prozessw\u00e4rme. Damit lassen sich weder die H\u00f6he und die erforderlichen Temperaturniveaus der Prozessw\u00e4rme noch ihre k\u00fcnftige Deckung zuverl\u00e4ssig bestimmen. Eine solche Differenzierung ist insbesondere f\u00fcr die Absch\u00e4tzung des k\u00fcnftigen Wasserstoffbedarfs relevant.<\/p>\n<p class=\"aurora-text aurora-body\" doc-editable=\"text\" data-component-id=\"doc-1jvoasvbo0\">Insgesamt spielt Wasserstoff in den kommunalen Zielbildern lediglich eine erg\u00e4nzende Rolle. Rund zwei Drittel der untersuchten Kommunen sehen f\u00fcr 2045 keinen Wasserstoffeinsatz vor. Wo Wasserstoff eingeplant wird, ist er vor allem f\u00fcr industrielle Anwendungen sowie zur Deckung von Spitzenlasten in W\u00e4rmenetzen vorgesehen. F\u00fcr die dezentrale Beheizung von Geb\u00e4uden ist er nur in Einzelf\u00e4llen und h\u00e4ufig unter Vorbehalt vorgesehen.<\/p>\n<p class=\"aurora-text aurora-body\" doc-editable=\"text\" data-component-id=\"doc-1jvoasvc40\">Die Studie entstand im \u00d6ko-Institut e. V. zusammen mit dem Fraunhofer ISE.\u00a0\u25a0<br data-newline=\"\"\/>Quelle: Fraunhofer ISE \/ ml<\/p>\n<\/div>\n<p><script>\n      var cmpHosts = ['sbz-monteur',\n        'asu-arbeitsmedizin',\n        'sbz-online',\n        'diekaelte',\n        'tga-fachplaner',\n        'glaswelt',\n        'baumetall',\n        'medsach',\n        'geb-info',\n        'photovoltaik',\n        'kl-magazin',\n        'erneuerbareenergien',\n        'pveurope',\n        'gw-news',\n        'hzwei',\n        'h2-international',\n        'erneuerbareenergien',\n        'future-watt','tech-isolierung'];<\/p>\n<p>      var isCmpHost = false;\n      cmpHosts.forEach(function (cmpHost) {\n          if (window.location.host.indexOf(cmpHost) !== -1) {\n            isCmpHost = true;\n          }\n        },\n      );\n      if (!isCmpHost) {\n        (function (d, s, id) {\n          var js, fjs = d.getElementsByTagName(s)[0];\n          if (d.getElementById(id)) {\n            return;\n          }\n          js = d.createElement(s);\n          js.id = id;\n          js.src = 'https:\/\/connect.facebook.net\/de_DE\/sdk.js#xfbml=1&version=v3.0&appId=643427335691827&autoLogAppEvents=1';\/\/ https:\/\/service.arocom.de\/issues\/16666?pn=1#note-11\n          fjs.parentNode.insertBefore(js, fjs);\n        }(document, 'script', 'facebook-jssdk'));\n      } else {\n        var siteAbo = typeof window._sp_.config.targetingParams !== 'undefined' && window._sp_.config.targetingParams.site_abo;\n        if (!siteAbo) {\n          __tcfapi('addEventListener', 2, function (tcData, success) {\n            if (tcData.eventStatus === 'tcloaded' || tcData.eventStatus === 'useractioncomplete') {\n              __tcfapi('getCustomVendorConsents', 2, function (vendorConsents, success) {\n                if (success) {\n                  var ids = vendorConsents.consentedVendors.map(function (value, index) {return value['_id'];});\n                  var fbConsentGiven = ids.includes('5f58a13f95e5ca5c38b2f0d1'); \/\/ custom audience.\n                  if (fbConsentGiven) {\n                    (function (d, s, id) {\n                      var js, fjs = d.getElementsByTagName(s)[0];\n                      if (d.getElementById(id)) {\n                        return;\n                      }\n                      js = d.createElement(s);\n                      js.id = id;\n                      js.src = 'https:\/\/connect.facebook.net\/de_DE\/sdk.js#xfbml=1&version=v3.0&appId=643427335691827&autoLogAppEvents=1';\/\/ https:\/\/service.arocom.de\/issues\/16666?pn=1#note-11\n                      fjs.parentNode.insertBefore(js, fjs);\n                    }(document, 'script', 'facebook-jssdk'));\n                  } else {\n                    console.log('TCF: Facebook Vendor not consented!');\n                  }\n                }\n              });\n            }\n          });\n        }\n      }<\/p>\n<p>      console.log('FB Pixel', 'Paragraph code has been loaded.');\n    <\/script><br \/><a href=\"https:\/\/www.tga-fachplaner.de\/meldungen\/kommunale-waermeplanung-studie-zeigt-die-saeulen-der-waermewende-auf\">source<\/a><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine Studie best\u00e4tigt die zentrale Rolle von W\u00e4r\u00adme\u00adpum\u00adpen und W\u00e4r\u00adme\u00adnetzen f\u00fcr die W\u00e4r\u00adme\u00adver\u00adsor\u00adgung bis 2045. 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