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Baukonjunktur 2025–2024 – kosten­loses Whitepaper verfüg­bar

Halfpoint – stock.adobe.com

Das Impuls-Whitepaper zur deutschen Baukonjunktur bis 2040 ist bis 13.09.2026 kostenfrei verfügbar. Für Mitgliedsbüros bleibt die Arbeitshilfe gratis.

Der QualitätsVerbund Planer am Bau legt ein Impuls-Whitepaper zur deutschen Baukonjunktur bis 2040 vor – geschrieben aus der Perspektive von Planungsbüros. Es bündelt drei Kernthesen, die Büroinhabern und Führungskräften Orientierung für ihre strategische Planung geben sollen.

Grundlage ist das Zyklenmodell des Wirtschaftsforschers Gerhard Wehner (1988), das Bauboom und Bauflaute als Überlagerung dreier Konjunkturwellen von rund 10, 7 und 4 Jahren beschreibt. Der Autor des Whitepapers, Dr.-Ing. Knut Marhold vom QualitätsVerbund Planer am Bau, griff dieses Modell 1992 in seiner Dissertation auf und hat es nun mit den bis 2026 verfügbaren Daten unter KI-Unterstützung neu berechnet: Die Wellenmuster sind nach fast 40 Jahren bemerkenswert stabil geblieben.

Wichtiger Hinweis: Das Modell ist ein analytischer Denkansatz, kein verbindliches Prognoseinstrument. Externe Schocks wie Zinssprünge, geopolitische Krisen oder politische Sonderprogramme werden nicht erfasst. Die Projektionen sind mit wachsendem Zeithorizont naturgemäß breiter und unsicherer. Sie dienen der Orientierung, nicht der Planung auf den Monat genau.

Ergebnis: 3 Kernthesen für Planungsbüros

1. 23 Monate Vorlauf: Planungsbüros sind natürliche Frühindikatoren der Bauwirtschaft. Zwischen Planungsauftrag und Bauinvestition liegen durchschnittlich rund 23 Monate. Was heute im Auftragseingang eines Büros geschieht, zeigt sich erst rund zwei Jahre später in der Baustatistik. Aktuelle Daten bestätigen die Richtung: 2025 stiegen die Baugenehmigungen erstmals seit 2021 wieder an (+10,8 %, Destatis); in den ersten fünf Monaten 2026 setzte sich die Erholung mit +15,4 % fort.

Auf Tief folgt Hoch – aber wann? Das Modell projiziert für den Planungsmarkt einen moderaten Aufschwung bis 2029/30, gestützt durch das Infrastruktur-Sondervermögen (500 Mrd. Euro). Da Planungsbüros dem Baumarkt vorauslaufen, ist das nächste Tief für sie bereits um 2030/31 zu erwarten – früher als für die Bauwirtschaft (ca. 2032/33). Mögliche Rückgänge von bis zu –6 % p. a. sind als Modellprojektion zu verstehen. Wann das Tief genau eintritt, lässt sich nicht jahresgenau festlegen; das Modell zeigt die Richtung, nicht den exakten Zeitpunkt. 

3. Frühwarnsystem: Da Planungsbüros selbst als Frühindikator dienen, benötigen sie ihrerseits eigene Warnsignale. Vier Kennzahlen genügen: regionale Baugenehmigungen, neu vergebene Wohnungsbaukredite, das eigene Anfragevolumen sowie die Stornoquote laufender Projekte. Die 2-von-4-Regel: Sobald zwei dieser Indikatoren gleichzeitig ins Negative drehen, ist Handeln geboten – auch wenn der Auftragseingang selbst noch stabil erscheint. Der Zeitvorsprung beträgt 6 bis 18 Monate vor dem sichtbaren Rückgang.

Das vollständige Impuls-Whitepaper „Baukonjunktur Deutschland 2025–2040“ für den Planungssektor mit Methodik, Projektionstabelle, fachplanungsspezifischen Vorlaufzeiten und dem vollständigen Frühwarnsystem kann bis zum 13.9.26 kostenlos heruntergeladen werden. Anschließend kostet es 35 Euro, für Mitgliedsbüros ist es dauerhaft kostenlos). ■
Quelle: QualitätsVerbund Planer am Bau / ml


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