Trends für die Dachsanierung 2026
Ende Februar waren sie auf der Messe Dach+Holz zu sehen – die Neuheiten und Trends der Dachbranche für die kommenden Jahre. Hier eine kleine Auswahl für Trendsetter:
- Einblasdämmung in Kombination mit Aufsparrendämmung – bei dieser Kombination spielen verschiedene Dämmstoffe ihre Vorteile aus. Die Aufsparrendämmung bietet gute Dämmwerte und reduziert Wärmeverluste effizient. Eine ergänzende Einblasdämmung aus Zellulose reduziert dann Hohlräume im Dachaufbau vollständig, schließt Zwischenräume und sorgt für guten Schallschutz und Feuchtepuffer.
- Nichtbrennbare Aufsparrendämmungen sowie dazu passende Befestigungen für einen sicheren Dachaufbau mit Photovoltaik-Anlagen
- Nachhaltige Dachsteine mit neuen Oberflächen: Die reduzierte Verwendung chemischer Zusätze und verbesserte Materialeigenschaften unterstützen eine nachhaltige und langlebige Dachsanierung.
- Retentionsdächer für die Kombination aus Dachbegrünung und Wasserspeicherung. Solche Schwammdächer können Regenwasser bei Starkregen zurückhalten und die Kanalisation entlasten. Vorteile sind Regenwassermanagement und ein besseres Stadtklima.
- Flexible Photovoltaik-Lösungen für jeden Einsatzbereich, auch im Denkmalschutz, sowie vielseitiges Zubehör für eine sichere und dauerhafte Befestigung.
- Neue Rollläden für Dachfenster, die direkt auf den Flügel des Dachfensters montiert werden. So lassen sich Fenster unabhängig von der Position des Rollladens bedienen. Darüber hinaus sind Rollladen für deutlich mehr Lichtlösungen erhältlich – wichtig für den sommerlichen Wärmeschutz im Dachgeschoss!
Dachsanierung nicht ohne Dämmung
Steht eine Dachsanierung an, sollte auch die Dämmung auf den Prüfstand: Sind die Dachräume beheizt, müssen bei einer Dachsanierung die Vorgaben des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) eingehalten werden. Und auch unabhängig davon lohnt sich der Einbau oder die Verbesserung der Dachdämmung. So ist der Bereich zwischen und auf den Sparren während einer Dachsanierung unkompliziert zugänglich, was die Dämmung erleichtert. Eine verbesserte Dachdämmung schützt die Bewohner:innen vom ersten Tag an vor Kälte, Hitze und damit auch vor hohen Energiekosten.
Kosten und Förderung für die Dachsanierung
Eine komplette Dachsanierung ist teuer. Da ist die Verlockung groß, den Auftrag unkompliziert an der Haustür und zu „Sonderkonditionen“ zu vergeben. Einige Eigentümer denken auch über Eigenleistungen am Dach nach. Doch beides kann Eigentümer teuer zu stehen kommen – sowohl finanziell als auch durch Risiken für die Bausubstanz. Deshalb lohnt es sich, von Anfang an einen Fachbetrieb einzuschalten und die Sanierung fachgerecht zu planen.
Reduzieren lassen sich die Kosten mit einer Förderung: Bei einer Dachdämmung werden auch unter anderem Dacheindeckung, Dachbegrünung, Erneuerung des Dachstuhls und Dachrinne mitgefördert. Maximal 20 Prozent Zuschuss sind möglich.
Gesetzliche und fachlich-technische Rahmenbedingungen für die Dachsanierung 2026
Bei der Planung ihrer Dachsanierung haben Eigentümer nicht komplett freie Hand! Diese Rahmenbedingungen sollten sie kennen:
- Vorgaben des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) für die Dachsanierung
- Dachsanierung kann Solarpflicht auslösen, Vorgaben der Bundesländer
- Flachdachrichtlinie: Die neue Richtlinie gilt seit Januar 2026. Sie enthält die verbindlichen technische Regeln für Planung, Ausführung und Wartung von Flachdächern. Die neue Richtlinie enthält zum Beispiel aktuelle Hinweise zur Gefahrstoffverordnung (der Dachaufbau muss vor Bearbeitung auf Schadstoffe überprüfet werden) und erstmal eine Regelkonstruktion für barrierefreie Übergänge bei Terrassen und Balkonen.
- Fachregelungen für das Steildach: Analog zur Flachdachrichtlinie gelten für das Steildach (Abdichtung und Dacheindeckung) die entsprechenden Fachregeln des Dachdeckerhandwerks.
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Quelle: energie-fachberater.de


