Balkonkraftwerke erleben einen Boom: Mehr als 875.000 der Mini-Solaranlagen sind laut Bundesnetzagentur inzwischen in Deutschland installiert. Allein seit Anfang 2024 kamen mehr als eine halbe Million hinzu. Doch im aktuellen Test der Stiftung Warentest zeigten sich große Qualitätsunterschiede: Von acht getesteten Balkonkraftwerken mit 800 Watt Leistung überzeugen nur zwei. Fünf Anlagen fallen im Prüfpunkt Stabilität durch.
Mitgelieferte Halterungen versagen bei Belastung durch Sturm
Schwachpunkt der mangelhaften Modelle waren die mitgelieferten Halterungen. Sie sind nicht besonders robust. Im Belastungstest, der einen Sturm simulierte, knickten etliche Halterungen ein. In einem Fall durchbohrten sie sogar das Panel. Die im Set enthaltenen Wechselrichter waren anders als im vorangegangenen Test diesmal kein größeres Problem.
Bedingungen für den Kauf von Balkonkraftwerken sind aktuell günstig
Grundsätzlich können alle getesteten Balkonkraftwerke Strom erzeugen und erreichen bei günstigen Bedingungen einen guten Wirkungsgrad. Optimal platziert, nach Süden ausgerichtet und leicht angewinkelt, könnten die geprüften Balkonkraftwerke den Berechnungen der Stiftung Warentest zufolge bis zu etwa einer Megawattstunde Solarstrom pro Jahr ernten. Auf dem Beispieldach im Test waren es jährlich zwischen 860 und 1.020 Kilowattstunden, am Balkon hängend 600 bis 720 Kilowattstunden.
–> Fazit des Testleiters: Die private Energiewende ist im vollen Gange und die Bedingungen für den Kauf eines Balkonkraftwerks waren vermutlich nie günstiger als jetzt.
Die ausführlichen Testergebnisse der acht Balkonkraftwerke sowie Tipps zur Anmeldung und Montage gibt es in der Ausgabe Juni 2025 der Stiftung Warentest und unter www.test.de/balkonkraftwerke.
Quelle: Stiftung Warentest


