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Notstromaggregat fürs Eigenheim: Tipps für Anschaffung + Betrieb – Boom bei mobilen Stromerzeugern nach Blackout in Berlin

Notstromaggregat als Backup für Kühlschrank oder Wärmepumpe
Mobile Stromerzeuger für den Hausgebrauch gibt es in verschiedenen Größen und Leistungsklassen.

  • Aggregate in der Einstiegsklasse haben eine Leistung von rund 1.000 Watt und kosten ab rund 200 Euro. Mit diesen kleineren Stromerzeugern ist es möglich, einige Kochplatten, eine Kühlbox oder kleinere Elektrogeräte zu betreiben. Allerdings lässt sich damit nicht die Stromversorgung einer ganzen Wohnung aufrechterhalten, denn die Geräte sind eigentlich eher für den Campingplatz gedacht. Sinnvoll kann der Einsatz im Haushalt aber sein, wenn der Betrieb lebenswichtiger medizinischer Geräte oder wichtiger Versorgungsgeräte ohne Unterbrechung sichergestellt werden muss.
  • Mittlere Stromgeneratoren leisten drei bis sechs Kilowatt und laufen mit einer Tankfüllung in der Regel zwischen acht und zwölf Stunden. Damit kann beispielsweise eine Wärmepumpe oder die Umlaufpumpe einer Heizung im Fall eines Blackouts zeitweise versorgt werden.

Bei der Anschaffung sollten Eigentümer:innen auf Leistung, Tankinhalt und die ungefähre maximale Laufzeit achten. Für Stromabnehmer mit empfindlicher Elektronik wie Laptops, Smartphones oder Fernseher ist zudem ein Aggregat mit Inverter zu empfehlen: Ein Inverter verhindert Spannungsschwankungen, die der Elektronik schaden könnten.

Wichtige Tipps für den Betrieb von Notstromaggregaten
Grundsätzlich gilt beim Betrieb der mobilen Stromerzeuger: Erst den Generator einschalten und stabil laufen lassen und erst dann die Elektrogeräte anschließen. Und vor dem Ausschalten des Generators die angeschlossenen Geräte wieder trennen. Wer beim Kauf eines Notstromaggregats auf hohe Sicherheit und Qualität Wert legt, sollte auf das GS-Zeichen für „Geprüfte Sicherheit“ oder ein TÜV-Prüfzeichen achten.

Vorsicht walten lassen und passenden Aufstellort finden
Beim Betrieb von Stromgeneratoren ist grundsätzlich Vorsicht geboten: Notstromaggregate dürfen niemals in der Wohnung selbst genutzt werden! Es besteht die Gefahr einer Kohlenmonoxid-Vergiftung, die tödlich enden kann.

  • Wer in einem Mehrfamilienhaus lebt, kann den Generator eventuell auf dem Balkon betreiben. Das kann allerdings auch zu Ärger mit den Nachbarn wegen der Abgase und des beträchtlichen Lärms führen.
  • Selbst wer in einem Einfamilienhaus auf den Garten ausweichen kann, muss Rücksicht auf die Anwohner nehmen.
  • Beim Betrieb in Innenräumen wie dem Keller gelten erhöhte Sicherheitsanforderungen: Eine an den Auspuff angeschlossene Leitung für die Abluft nach draußen ist nötig – und eine weitere für die Versorgung mit Zuluft, also Sauerstoff, ist empfehlenswert.

Strenge Regeln für die Lagerung von Kraftstoffen
Mobile Stromerzeuger, wie sie etwa in Baumärkten angeboten werden, funktionieren in der Regel mit Benzin als Treibstoff. Für die Aufbewahrung des Kraftstoffs gibt es klare gesetzliche Regelungen. So darf im Keller oder in der Garage maximal eine Menge von 20 Litern gelagert werden, während in der Wohnung selbst nur ein Liter erlaubt ist. Diese Begrenzungen schränken die mögliche Laufzeit eines solchen Geräts stark ein. Darüber hinaus ist es wichtig, den Explosionsschutz nicht außer Acht zu lassen. Kraftstoff sollte nur bei ausgeschaltetem und kühlem Motor nachgefüllt werden, um eine Entzündung an heißen Materialien zu vermeiden.

Darüber hinaus müssen Verbraucher darauf achten, dass keine Dämpfe aus dem Stromerzeuger und den Lagerbehältern entweichen können. Sammeln sich solche Dämpfe an und führen zu einer Explosion, besteht akute Lebensgefahr! Benzin zählt zu den leicht flüchtigen Stoffen. Bereits bei niedrigen Temperaturen verdunstet so viel Kraftstoff, dass sich in Verbindung mit dem Sauerstoff aus der Luft ein explosives Gemisch bilden kann. Die Dämpfe sind schwerer als Luft und können sich insbesondere in Kellerräumen ansammeln.

Gut zu wissen: Als Alternative zum Notstromaggregat bieten sich inselfähige Photovoltaik-Anlagen mit Speicher und auch kleine Balkonkraftwerke mit Speicher an.

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Quelle: TÜV-Verband


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