Warum Schwammdach? Das Retentionsdach kann Regenwasser auf den Dachflächen halten und später gedrosselt ablaufen lassen. Es speichert damit Regenwasser wie ein Schwamm zwischen. Genutzt wird dieses Konzept auch in der modernen Stadtplanen: Eine Schwammstadt kann möglichst viel Regenwasser vor Ort aufnehmen und speichern, das bekannteste Beispiel ist Kopenhagen.
Die Vorteile eines Retentionsdachs: Durch den zeitverzögerten Ablauf von Regenwasser wird die Kanalisation entlastet – mit den verbundenen Einsparungspotenzialen bei der Rohr- und Kanaldimensionierung sowie Einsparung von Regenwasserrückhaltebecken. Außerdem schont das Verhindern von Überflutungen Infrastruktur und Bausubstanz in den Städten. Dazu kommen Vorteile für das Stadtklima: So verbessert die Begrünung die Luftqualität, kühlt durch Verschattung und Verdunstung, reduziert den Lärm und wertet das Gebäude auf.
Aufbau: So funktioniert ein Retentionsdach
In der Dränschicht wird ein temporärer und/oder dauerhafter Wasserspeicher geschaffen, über dem zusätzlich eine extensive oder intensive Dachbegrünung eingebaut wird. Die Dachbegrünungen erhalten zusätzlichen Retentionsraum. Das zwischengespeicherte Niederschlagswasser steht den Pflanzen je nach Dränplatte auf dem Dach zur Verfügung oder wird zeitversetzt abgeleitet. Mit dem Retentionsgründach lässt sich die maximale Abflussspende über ein Anstauelement (sogenannte Drossel) einstellen und gedrosselt über mehrere Stunden bis hin zu Tagen ableiten. So können Starkniederschläge im Retentionsraum zurückgehalten und gedrosselt abgegeben werden.
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Quelle: BuGG / energie-fachberater.de



