Stiftung Warentest räumt endgültig auf mit dem Vorurteil, dass Wärmepumpen für Altbauten nicht geeignet sind: Wie auch schon bei den zurückliegenden Testberichten (10/23 und 8/24) überzeugen Luftwärmepumpen im aktuellen Test (10/25) mit effizienter Wärme – sowohl mit Fußbodenheizung als auch mit Heizkörpern.
Getestet wurden fünf Luft-Wasser-Wärmepumpen für Einfamilienhäuser mit Leistungen zwischen 10 und 12 Kilowatt. Alle Modelle arbeiten mit dem klimafreundlichen Kältemittel Propan und schaffen es, auch einen mäßig gedämmten Altbau mit 150 Kilowattstunden Heizenergie pro Quadratmeter und Jahr zu beheizen. Simuliert wurde der Betrieb mit Fußbodenheizung und herkömmlichen Heizkörpern bei verschiedenen Außentemperaturen.
–> Das Ergebnis: Die höchste Effizienz erreichten die Wärmepumpen mit einer Fußbodenheizung, da sie dann mit niedrigeren Vorlauftemperaturen auskommen. Aber auch die Kombination aus Wärmepumpe und Heizkörpern liefert ein gutes Verhältnis von eingesetzter elektrischer Energie zu erzeugter Wärme. Testsieger war in diesem Test die Wärmepumpe von Viessmann, Preistipp die Wärmepumpe von Mitsubishi. Die Kosten für die Luftwärmepumpen lagen bei den getesteten Geräten zwischen 14.500 und 20.350 Euro. Der jährliche Strombedarf bei mittlerem Klima reichte von 6.070 bis 6.840 kWh.
Wärmepumpe im Altbau nicht zu groß dimensionieren
Wichtig im Altbau: Die Leistung der Wärmepumpe sollte nicht aus Angst vor einer kalten Wohnung allzu groß gewählt werden! Denn eine überdimensionierte Wärmepumpe ist fatal – sie läuft nicht im optimalen Bereich und kostet unnötig viel. Das ist ein Unterschied zu Gas- oder Ölkesseln: Hier war es üblich, vorsorglich 20 Prozent Reserveleistung für kalte Winter einzuplanen. Das ist bei Wärmepumpen nicht notwendig. Falls das Haus bei eisigen Temperaturen doch etwas auskühlt, schaltet sich ein elektrischer Heizstab zu. Da das wahrscheinlich hierzulande nur an wenigen Tagen im Jahr nötig sein wird, dürften die zu erwartenden zusätzlichen Stromkosten gering sein, so die Expert:innen der Stiftung Warentest.
Die Mehrkosten der Wärmepumpe gegenüber einer neuen Gasheizung amortisieren sich etwa nach 10 bis 15 Jahren – ab dann spart die Wärmepumpe Geld. Noch besser sieht die Rechnung aus, wenn eine Förderung für die neue Wärmepumpe die Anschaffungskosten drückt. Dass eine Wärmepumpe schon jetzt die günstigste Option bei der Heizung ist, zeigt der aktuelle Heizspiegel.
Der vollständige Test Wärmepumpen erscheint in der Ausgabe 10/2025 der Stiftung Warentest – und steht online bereit unter www.test.de/waermepumpen.
Was kostet eine Wärmepumpe? Hier kostenfrei und unverbindlich Vergleichsangebote einholen.
Quelle: Stiftung Warentest / energie-fachberater.de

