Nachhaltig und autark heizen im Eigenheim von 1978
Der Austausch alter Heiztechnik gegen eine Wärmepumpe gilt im Altbau als nachhaltige, energieeffiziente Sanierungslösung. Ein saniertes Einfamilienhaus in Würzburg zeigt, wie sich Luftwärmepumpe und Trinkwasserwärmepumpe mit Photovoltaik kombinieren lassen. Durch hohe Vorlauftemperaturen, effiziente Technik und Nutzung von Solarstrom entsteht ein zukunftsfähiges Heizsystem, das den Energieverbrauch reduziert und den Eigenstromanteil erhöht.
Viele Altbaubesitzer stehen heute vor der Aufgabe, ihre Heiztechnik zu sanieren. Steigende Energiepreise, gesetzliche Vorgaben und der Wunsch nach mehr Unabhängigkeit treiben die Entwicklung voran. In einem Einfamilienhaus in Würzburg aus dem Jahr 1978 wurde nach dem Ausfall eines über 20 Jahre alten Gaskessels eine grundlegende Heizungssanierung umgesetzt. Ziel war eine nachhaltigere Energieversorgung mit höherem Wohnkomfort und langfristigem Werterhalt der Immobilie.
Die Voraussetzungen im Gebäude waren bereits günstig: Dach, Fassade und Fenster wurden in den vergangenen Jahrzehnten energetisch verbessert. Außerdem waren sowohl Fußbodenheizung als auch Heizkörper vorhanden. Damit konnte ein Wärmepumpensystem die komplette Wärmeversorgung übernehmen. Für die Wärmeerzeugung kam die effiziente Luftwärmepumpe BLW Mono.1 von Brötje zum Einsatz, die mit dem natürlichen Kältemittel R290 arbeitet.
Die Monoblock-Technik ermöglicht eine vergleichsweise einfache Installation, da der Kältekreislauf bereits werkseitig geschlossen ist. Gleichzeitig erreicht das System Vorlauftemperaturen von bis zu 70 Grad Celsius und eignet sich damit optimal für den monoenergetischen Betrieb auch für viele Altbauten mit Heizkörpern. Die Luftwärmepumpe deckt den Großteil der Gebäudeheizlast ab und wird bei Spitzenlasten von einem integrierten elektrischen Heizstab unterstützt. Ein integrierter 40-Liter-Trennpufferspeicher in der Inneneinheit sorgt für stabile Betriebsbedingungen und erleichtert die hydraulische Einbindung in bestehende Heizsysteme, ein externer Pufferspeicher ist nicht notwendig.
Photovoltaik-Anlage steigert den Eigenverbrauch
Parallel zur Heizungssanierung wurde die vorhandene Photovoltaik-Anlage erweitert. Zusätzliche Solarmodule liefern Strom für den Haushaltsverbrauch und die Wärmepumpe. Überschüssiger Solarstrom kann direkt im Gebäude genutzt oder in einem Batteriespeicher zwischengespeichert werden. Die PV-Stromleitungen wurden platzsparend in den stillgelegten Schornstein verlegt. Aus den sieben neuen Photovoltaik-Modulen mit 3,62 Kilowatt-Peak fließt nun Elektrizität ins Haushaltsnetz, in die Wärmepumpen und in einen 3,8 Kilowattstunden (netto) fassenden Batteriespeicher mit Wechselrichter. Der Solarstromspeicher vom Typ 1C hat eine Be- beziehungsweise Entladungszeit von einer Stunde. Sollten die Eigentümer dynamische Stromtarife nutzen, lassen sich damit günstige Preisphasen gewinnbringend ausschöpfen.
Versorgungssicheres Duo: Heiz- und Trinkwarmwasser getrennt
Ein weiterer Baustein des neuen Heizsystems in diesem Altbau ist eine separate Trinkwasserwärmepumpe. So stellt die Trinkwasserwärmepumpe BTW S 200 B von Brötje eine unabhängige Trinkwarmwasserversorgung im sanierten Altbau von 1978 sicher. Die BTW-Variante mit integrierter Heizschlange für die effiziente Wärmeübertragung nutzt Energie aus der Raumluft zur Warmwasserbereitung und kann gezielt mit überschüssigem PV-Strom betrieben werden. Dadurch steigt die Eigenverbrauchsquote der Solaranlage und gleichzeitig sinken die Stromkosten für die Warmwasserbereitung. Dank der kompakten Bauweise eignet sich die Trinkwasserwärmepumpe BTW S 200 B besonders für niedrige Kellerräume und lässt sich flexibel in bestehende Gebäude integrieren.
Gute Sanierungsplanung erleichtert die Umsetzung
Die Installation der Luftwärmepumpe BLW Mono.1 erfolgte in enger Abstimmung zwischen SHK-Handwerk, Elektroinstallateur und PV-Fachbetrieb. Die Außeneinheit der Wärmepumpe wurde im Garten aufgestellt, während die Inneneinheit im Keller installiert ist. Dank zugänglicher Komponenten und klarer Installationsunterlagen ließ sich die Heizungsanlage zügig integrieren.
Die Kombination aus zwei Wärmepumpen, Photovoltaik und intelligenter Regelung ermöglicht heute eine effiziente, nachhaltige und unabhängige Wärmeversorgung in diesem Altbau in Würzburg. Gleichzeitig erfüllt das System aktuelle Anforderungen an Klimaschutz und Förderfähigkeit.
Ausführlichere Informationen zu den effizienten Wärmepumpen von Brötje für un- oder teilsanierte Altbauten enthält die Broschüre „Wärmepumpen“.
Quelle: August Brötje GmbH

