Neuer Testsieger in der 10-kW-Klasse: SPI-Rekord von 97 Prozent – der neue Speicher von Fox ESS ist um das 3,5-Fache effizienter als das Schlusslicht
Der System Performance Index (SPI) macht Solarstromspeicher in den Leistungsklassen 5 und 10 Kilowatt vergleichbar. Unter den Speichersystemen mit 10-kW-Hybridwechselrichtern setzte sich der PQ-H3-Ultra-10.0 von Fox ESS mit einem SPI von 97 Prozent durch. Der neue Testsieger sticht vor allem mit sehr hohen mittleren Wirkungsgraden von über 97,6 Prozent und einem geringem Stand-by-Verbrauch von nur 4 Watt hervor. Ebenfalls die Effizienzklasse A erreichten Speichersysteme von RCT Power, Energy Depot, Fronius sowie Kostal in Kombination mit BYD, deren SPI oberhalb der 95-Prozent-Marke liegt. Das Schlusslicht des Speichervergleichs kann lediglich einen SPI von 89,3 Prozent vorweisen und landete in der Effizienzklasse G. Die Ursache: Hohe Verluste im Batteriespeicher sowie ein Stand-by-Verbrauch von 64 W schmälern die Effizienz des Systems.
SAX Power und SMA sind neue Testsieger in der 5-kW-Klasse
In der kleineren Leistungsklasse bis 5 Kilowatt setzte sich das AC-gekoppelte Batteriesystem SAX Power Home Plus, das auf der sogenannten Multi-Level-Technologie beruht, als Spitzenreiter durch. Unter den 5-kW-Geräten mit Hybridwechselrichter konnte SMA mit dem Sunny Boy Smart Energy 5.0 und der Batterie Home Storage 6.5 den höchsten SPI erreichen. Dicht dahinter folgte Kostal mit dem Hybridwechselrichter PLENTICORE MP G3 M 4.6, der erstmals zusammen mit dem neuen Batteriespeicher BYD Battery-Box HVS+ 7.7 bewertet wurde.
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Dynamische Stromtarife: Speicherung von Netzstrom nur mit effizienten Speichersystemen sinnvoll
Mit einem dynamischen Stromtarif können Haushalte mit Batteriespeicher von Preisschwankungen an der Strombörse profitieren. Wann und mit welcher Leistung der Batteriespeicher beladen wird, entscheidet ein intelligentes Energiemanagementsystem auf Basis von Energie- und Preisprognosen. Das Ziel: Mit günstigem Netzstrom die Batterie laden und in Hochpreisphasen die elektrischen Verbraucher mit dem zwischengespeicherten Strom versorgen.
→ Wichtig zu wissen: Ob sich für Haushalte mit dynamischen Stromtarifen die Batterieladung mit Netzstrom überhaupt lohnt, hängt maßgeblich von der Höhe der Umwandlungsverluste ab!
Wie gering müssen die Speicherverluste sein, damit sich die Batterieladung mit Netzstrom rechnet?
Diese Frage lässt sich anhand eines typischen Wintertages beantworten: Bei einem Strompreis von 25 Cent pro Kilowattstunde nimmt die Batterie nachts Netzstrom auf. In den Abendstunden, wenn der Strom aus dem Netz 35 Cent pro Kilowattstunde kostet, versorgt die Batterie die Haushaltsgeräte. Die Speicherung von Netzstrom ist in diesem konkreten Fall für den Haushalt allerdings nur vorteilhaft, wenn die Wechselrichter- und Batterieverluste unter 29 Prozent liegen. Oder anders formuliert: Der Systemwirkungsgrad, der beim Speichern des Netzstroms resultiert, muss höher als 71 Prozent sein. Die Testergebnisse zeigen, dass sich nicht mit allen Batteriesystemen die Speicherung von Netzstrom in Kombination mit dynamischen Stromtarifen lohnt.
→ Herausforderung dabei: Die Preisdifferenz zwischen dem Lade- und Entladezeitraum ist häufig nicht groß genug, um die Batteriesystemverluste zu kompensieren. Wie hoch die Umwandlungsverluste bei anderen Preiskonstellationen maximal sein dürfen, ist in der Studie ausführlich beschrieben.
Große Unterschiede im Kleingedruckten: Darauf sollten Eigentümer in den Garantiebedingungen achten
Die Energieeffizienz eines Speichersystems ist wichtig, sollte aber nicht das alleinige Auswahlkriterium beim Speicherkauf sein. Deshalb haben die Berliner Wissenschaftler in diesem Jahr erstmals die Garantiebedingungen von 20 namhaften Herstellern genauer unter die Lupe genommen und zum Teil große Unterschiede festgestellt. Ein Beispiel: Je nach Speichersystem garantiert der Hersteller, dass die Batteriekapazität innerhalb des Garantiezeitraums nicht unter 60 bis 85 Prozent des Anfangswerts sinkt. Je höher dieser Wert ist, desto vorteilhafter ist das.
Ein Blick in die Garantiebedingungen vor dem Speicherkauf kann unangenehme Überraschungen im Schadensfall vermeiden. Vorteilhafte Garantiebedingungen sind unter anderem daran erkennbar, dass der Hersteller Eigentümern keine umfassenden Nachweispflichten auferlegt und dass er im Schadensfall die Kosten für den Austausch übernimmt.
Die Stromspeicher-Inspektion wurde von der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) Berlin in Kooperation mit aquu – einer HTW-Ausgründung – durchgeführt. Die nächste Ausgabe der Stromspeicher-Inspektion wird im Frühjahr 2027 erscheinen und erstmals leistungsstärkere Speichersysteme in der 15-kW-Leistungsklasse unter die Lupe nehmen. Die 66-seitige Studie für 2026 findest du hier.
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Quelle: Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin / aquu

